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iPhone: 70 Prozent der Deutschen wollen Anbieter nicht wechseln

05.07.2007 | 15:22 Uhr

Mehr als 70 Prozent der deutschen Verbraucher wollen ihren Anbieter nicht wechseln, um das Apple-Handy iPhone zu erhalten. Das ergab eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Mobilfunkproviders Talkline.

70,6 Prozent der Befragten lehnen es ab, für das iPhone ihren Anbieter zu wechseln. Lediglich 8,2 Prozent würden für das Apple-Handy einen Vertrag bei einem anderen Provider abschließen.

Die Mehrheit der befragten Verbraucher empfindet zudem den Preis des Handys als zu hoch. Einen Preis von 400 Euro stuften 88,7 Prozent als überteuert ein, lediglich 6,6 Prozent würde so viel für ein Mobiltelefon zahlen. Jüngere Konsumenten sind noch am ehesten bereit, ein unsubventioniertes Handy zu kaufen: 18,4 Prozent würden dies tun. Von den über 50-jährigen wollen dies nur rund ein Prozent (1,3 Prozent).

„iPhone? Noch nie gehört“

Trotz Medienrummel ist das Apple-Handy noch nicht zu allen Bevölkerungsgruppen durchgedrungen. Fast ein Fünftel der Befragten (18,6 Prozent) gaben an, von einem iPhone noch nie gehört zu haben.

Talkline sieht sich durch die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Studie bestärkt. Das Umfrageergebnis zeige, „dass sich die meisten Handynutzer bewusst für ein Netz entschieden haben und dabei bleiben wollen“, sagte Talkline-Geschäftsführer Christian Winther. Apple fördere mit seiner Vermarktungsstrategie Monopolstrukturen im Mobilfunkmarkt, so Winther.

Talkline hatte bereits vor einem Monat Apple dafür kritisiert, sein Handymodell ausschließlich über exklusive Partner zu vertreiben. Winther hatte in einem offenen Brief an Steve Jobs ein „iPhone für alle“ gefordert.

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