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iPhone: Entwickler über eingeschränkte Möglichkeiten enttäuscht

14.06.2007 | 13:09 Uhr |

Zum Ende seiner Keynote am Montag stellte Steve Jobs eine seiner Meinung nach "recht schöne" Lösung vor, die es Entwicklern ermögliche, Programme für das iPhone zu schreiben. Ein Software Develeopment Kit (SDK) bot der Apple-CEO zwar nicht an, Dritthersteller sollten aber das auf dem iPhone enthaltene Safari-Framework nutzen und mithilfe von Ajax Applikationen schreiben.

Auf der WWDC kam das Angebot bei Entwicklern weniger gut an. So sagte der Präsident von Inventive Software, John Cassanta, unserem Kollegen von Macworld: "Ich würde lügen, wenn nicht sagen würde, dass ich enttäuscht bin. Wir wissen jedoch noch nicht, welchen Zugang wir im Endeffekt haben werden." Für eine Mogelpackung hält Austin Sarner, Entwickler von AppZapper und Disco, das Angebot: "Solange man nicht mit einem SDK Code für ein Programm schreiben kann, handelt es sich schlicht um eine Website." Als Programmierer zweiter Klasse sieht sich Cassanta. Die für das iPhone erstellbaren Programme seien beschränkter als Dashboard-Widgets, nicht einmal auf den Start-Bildschirm zu den von Apple bereitgestellten Anwendungen könne man gelangen.

Auf der WWDC zeigten sich jedoch nicht alle Entwickler enttäuscht. Kevin Ford, Chef des Telefoniesoftwareherstellers Parliant, gab sich optimistisch, dass sich das Messagingsystem PhoneValet mit Hilfe von Safari und Web 2.0 wunderbar an das iPhone anpassen lassen würde. Parliant arbeite bereits an für das iPhone angepasste Seiten, mit deren Hilfe der Anwender Zugriff auf Logs, Adressen und E-Mails erhlate. Ford meint jedoch, mit der teilweisen Öffnunf sei Apple noch nicht am Ende und zeigt Verständnis für Apples Sicherheitsbedenken: "Apple lässt niemanden herein und lädt uns ein, Web-Techniken zu benutzen. Sie haben einen Weg gefunden, nicht nein zu sagen. Das heißt aber nicht, dass sie nicht an etwas anderem arbeiteten."

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