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EFF hält Hausdurchsuchung bei Gizmodo für illegal

29.04.2010 | 11:05 Uhr |

Die Bürgerrechtsorganisation EFF hält die Hausdurchsuchung beim Gizmodo-Redakteur Jason Chen für unrechtmäßig. Sie ist der Ansicht, dass sein Büro unter besonderem Schutz stehe.

© Gizmodo

Die Internet-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation hält die Hausdurchsuchung mit Beschlagnahme von Computern bei Gizmodo-Redakteur Jason Chen für rechtswidrig. Wie die EFF-Direktorin für Bürgerrechte Jennifer Granick dem Laptop-Blog erklärte, hätte das Gericht keine Hausdurchsuchung anordnen dürfen. US-Bundesrecht und kalifornische Gesetze hätten Chen den Quellenschutz garantiert, Journalisten und Reporter müssten ihre Recherchematerialien nicht offenlegen. Dabei spiele es nicht einmal eine Rolle, ob Chen den vermeintlichen iPhone-Prototypen nun legal oder illegal erworben habe. Statt der Hausdurchsuchung hätte das Gericht zunächst eine Verfügung gegen Chen erwirken müssen, gegen die dieser Beschwerde hätte einlegen können. Bei deren Scheitern hätte das Gericht Chen zumindest die Gelegenheit eingeräumt, Informationen über sein Quellen von anderen sensiblen Daten, wie etwa seinen Bankdaten, zu trennen.

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