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Die Konkurrenten des iPhone im Überblick

09.06.2009 | 11:27 Uhr |

Schon nächste Woche kommt das iPhone-OS 3.0, mit dem iPhone 3G S steht zwei Tage später ein neues und schnelleres Apple-Handy an. Behält Apple gegenüber dem Herausforderer von Palm und der Plattform Google-Android seinen Vorsprung?

Palm Pre - ein scharfes Handy

So mancher hatte Palm schon abgeschrieben. Der lange Jahre den Markt dominierende PDA-Hersteller, hatte zuletzt nur noch mit alarmierenden Verlusten auf sich aufmerksam gemacht. Mit dem neuen Palm Pre könnte dem Hersteller aber ein Comeback gelingen, hat Palm jetzt Apples ehemaligen Chef der iPod-Division Jon Rubinstein als Chef-Entwickler. Ein gewisser Deja-Vu-Efffekt war für viele Apple Anwender deshalb die Präsentation des Palm Pre durch Rubinstein auf der Messe CES.

Das bisher nur in den USA über den Anbieter Sprint verfügbare Smartphone funkt über die UMTS-Weiterentwicklung HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), fotografiert mit einer 3-Megapixel-Kamera und kann per ausschiebbarer Mini-Tastatur oder Touchscreen bedient werden. Als erstes Palm-Gerät arbeitet es mit dem neuen Betriebssystem WebOS, das auf Linux basiert und komplett neu entwickelt wurde. Ungewöhnlich ist die native Unterstützung von iTunes: Schließt man einen Pre an einen PC an, wird er von iTunes für einen iPod gehalten und kann mit Musik und Videos befüllt werden! Statt dem Aufdruck "Designed by Apple in California" trägt der Pre übrigens den Text "Inspired by and designed in California" wie die Seite iFixit bemerkt. Der auf die Reparatur von Macs spezialisierte Anbieter hatte einen der ersten Pre gekauft und zeigte in einem Fotobericht eine komplette Zerlegung. Als hervorragend wird das Display beschrieben, laut einem Bericht der Seite Gizmodo soll der Touchscreen sogar besser und präziser arbeiten als der des iPhone.

Allerdings scheint das Gehäuse auch recht scharfkantig zu sein, wie ein nicht ganz ernst gemeinter Käse-Test der Seite Gizmodo zeigt. Für die Eingabe von Text muss man allerdings auf die integrierte Tastatur zugreifen, eine virtuelle Tastatur wie beim iPhone gibt es nicht. In Deutschland ist der Pre noch nicht verfügbar, der Verkaufsstart ist noch nicht bekannt. Im Unterschied zu amerikanischen iPhones macht der Import eines Palm Pre keinen Sinn, statt UMTS kommt die US-Technologie CDMA zum Einsatz. Mark/Space hat bereits ein Synchronisierungstool für den Palm Pre angekündigt, der per USB oder WLAN Bürodaten, Musik, Photos und Dokumente synchronisiert. Multitasking ist möglich, man kann etwa zwischen Webkit-basiertem Browser, Twitter-Client und Musikplayer wechseln.

Das Angebot an Software für diese Plattform ist aber noch recht mager. Apple App Store hat allerdings gezeigt, wie wichtig ein umfangreiches Softwareangebot für den Erfolg eines Smartphone sein kann. Etwa 50 000 Anwendungen stehen hier zum Download bereit, mit dem neuen iPhone-OS 3.0 stehen Entwicklern noch mehr Möglichkeiten offen. Hier sieht es aber für Palm-Entwickler etwas schlechter aus, für alte Palm-OS-Anwendungen benötigt man einen Emulator. Programme für das WebOS sollen Entwickler in Javascript, HTML und CSS programmieren, was etwas an Apples Dashboard erinnert.

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