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iPhones in Kinderhänden und die Folgen

13.01.2016 | 14:54 Uhr |

Ach, was muss man oft von bösen Vorfällen hören oder lesen: Mal hat man kein Glück – und dann kommt noch Pech hinzu.

Immer wieder mal hört man Schauergeschichten von in der Hosentasche explodierenden iPhones oder Macbooks, deren defekter Akku ganze Bürogebäude in Brand setzt. So ist es kein Wunder, dass dieser Tage  in der britischen Boulevardpresse und den sozialen Medien eine Geschichte die Runde macht, in deren variierenden Überschriften etwas von "iPhone" und "Brandwunde" steht.

Ein neunjähriges Mädchen namens Olivia Retter aus Ware in der Grafschaft Herfordshire, heißt es darin, habe sich des Nachts eine großflächige Verbrennung in Form eines iPhone 5C an ihrem Oberschenkel zugezogen. Die Schuld trägt dabei kein explodierender Akku oder ein schmorendes Netzteil, sondern eine chemische Reaktion, die vom Glitter- und Glitzerüberzug einer billigen iPhone-Hülle im Einhorndesign ausgelöst wurde. Die Neunjährige hätte in ihrem Schlafzimmer eigentlich das iPhone nicht mehr benutzen dürfen, habe es sich aber dennoch geschnappt und sei dann mit dem iPhone 5C im Bett eingeschlafen - unglücklicherweise direkt darauf liegend. Mitten in der Nacht seien dann die Schmerzen gekommen und die Eltern hätten die Brandwunde entdeckt.

Nun kann man keine exakte Empfehlung geben, ab wann auch Kinder Smartphones, Tablets und sonstige Computer verwenden sollten und wie lange, ich enthalte mich daher eines Kommentars wie "Ein iPhone gehört nicht in Kinderhände!" Zumal ich da selbst ein großes Vorbild bin.

Denn was neunjährige Mädchen mit iPhones anstellen können, davon kann ich ein Lied singen. Im November letzten Jahres durfte meine Neunjährige das längst ausrangierte iPhone 3G nutzen, ohne SIM-Karte und auch immer nur höchstens die Stunde, die der altersschwache Akku noch durchhielt. Von mir aus auch unterwegs, kann ja mit dem alten Gerät nicht viel passieren. Kann es doch.

Denn nach einem Ausgang mit iPhone 3G verblieb dieses in der Jackentasche des Kindes, auch als die Jacke "noch mal schnell" in die Waschmaschine musste. Reißverschluss klemmte, die Beule in der Tasche wird dann wohl Stoff sein, dachte man beim Bestücken des Lavamaten. Resultat: iPhone auch nach einwöchigem Trocknungsvorgang in einem Pfund Reis nicht mehr funktionstüchtig zu bekommen und Waschmaschine kaputt. Gut, die hatte vorher schon einen Hau, das kann auch Zufall gewesen sein.

Moral von der Geschicht': iPhones gehören nicht in Waschmaschinen. iPhones gehören nicht in hässliche Hüllen. Und nicht immer ist Apple schuld, wenn ein Gerät kaputt geht oder der Nutzer Schaden erleidet.

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