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iPhone Prepaid: Die Details

19.09.2008 | 10:32 Uhr |

Am Donnerstag hat T-Mobile erklärt, dass man das iPhone ab Oktober auch mit einem Prepaidtarif ohne Vertragsbindung anbieten werde. Wir zeigen, ob sich das Prepaid-iPhone lohnt

Mit dem Prepaid-Angebot öffnet sich der deutsche Exklusivanbieter gegenüber den Verbrauchern, die keine lange Vertragsbindung wollen. Macwelt zeigt die Fakten hinter dem Angebot.

Der Preis: Das iPhone mit 8 GB wird 570 Euro kosten. Darin sind eine "Xtra Card" mit fünf Euro Gesprächsguthaben enthalten und zusätzlich ein "Xtra Cash"-Gutschein über 95 Euro. Das iPhone mit 16 GB gibt es nicht als Prepaid-Version.

Gesprächsgebühren: Alle Telefonate im Inland kosten bei der Xtra Card 29 Cent pro Minute. Dies gilt innerhalb des Netzes von T-Mobile, ins Festnetz und in andere Handynetze. Auch die eigene Mailbox kostet 29 Cent/m. Laut Berichten soll allerdings eine Option vorhanden sein, gegen 99 Cent im Monat bei Festnetz- und T-Mobile-Gesrpächen nur die erste Minute zahlen zu müssen. SMS kosten 19 Cent in alle Netze.

Mobiles Internet: Datendienste kosten bei der Xtra Card neun Cent pro Minute. Momentan wird im 10-Minuten-Takt abgerechnet. Einmal E-Mails abrufen kostet also theoretisch 90 Cent. Ab Dezember soll auf einen minutengenauen Takt umgestellt werden. Ab November soll es auch Abopakete für Daten geben. Web'n'Walk M kostet 20 Euro pro Monat und bringt 300 MB Datenverkehr. Jedes weitere Megabyte kostet 49Cent. Web'n'Walk L kostet 35 Euro im Monat und ist als Flatrate deklariert. Nach fünf Gigabyte Transfervolument wird allerdings auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt. Der Haken der Datenpakete: beide Surfabos haben 24 Monate Mindestlaufzeit.

Freies iPhone ? T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow bestätigte uns, dass das Prepaid-iPhone ebenso über einen Net-Lock verfügen wird wird das Vertragsgerät. Das iPhone kann somit nur mit SIM-Karten von T-Mobile benutzt werden.

Vergleich zum Vertrag : Wir vergleichen die Leistungen, die in den Verträgen enthalten sind, mit den Prepaid-Preisen. So kostet der günstigste Vertrag knapp 30 Euro im Monat (Complete S). Hier gibt es 50 Gesprächsminuten und 500 MB Datentransfer (nur bei Abschluss im September) inklusive. Beim Prepaid-Modell würden diese Leistungen deutlich teurer werden. 50 Minuten zu telefonieren kostet 14,50 Euro. Richtig teuer wird das Surfen. 500 MB wären Prepaid entweder die das kleine Surfabo mit 300 MB plus 200 zusätzlich. Dies ergäbe sage und schreibe 117,95 Euro für 500 MB, plus die Gesprächsgebühren. Alternativ müsste man gleich das große Abo nehmen und käme auf insgesamt 50,45 Euro. Beides teurer, beides dank Web-Abos kein echtes Prepaid. Was 500 MB ohne Web'n'Walk-Abo kosten würden, lässt sich wegen der Zeitabrechnung nicht ausrechnen.

Verfügbarkeit: Verkauft wird das iPhone Prepaid ab dem 01. Oktober. Hier endet auch das Programm, dass man zum kleinsten Vertrag 500 MB Freivolumen erhält. Ab Oktober sollen es laut T-Mobile nur noch 100 MB sein.

Macwelt-Empfehlung: Angesichts der hohen Kosten, insbesondere bei den Datenoptionen, erscheint das iPhone als Prepaidhandy bei diesen Tarifen nicht sinnvoll. Gerade bei einem solchen Internethandy wird dies schnell teuer. Es scheint, als habe T-Mobile die Prepaid-Tarife so angelegt, dass sie damit weniger interessant sind als die Vertragsmodelle. Wer günstig ein offizielles iPhone haben möchte, sollte lieber bis Oktober ein Vertrags-iPhone mit Complete S abschließen. Andernfalls können auch Import-Geräte ohne Net-Lock interessant sein.

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