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iPhone SDK - Wunschzettel eines IT-Mannes

06.03.2008 | 18:41 Uhr |

IT-Administratoren sind eine etwas andere Spezies - für Apples iPhone SDK wünscht sich John C. Welch einige Dinge, die weit über das hinaus gehen, was man bisher mit einem Handy machen kann.

John C. Welch hat in der US-Mac-Szene einen guten Namen und aufgrund seiner Erfahrung mit den Problemen von IT-Verantwortlichen einen besonderen Blick auf Apples Pläne zum iPhone. Wenn Apple irgendwann wirklich vollen Zugriff für Entwickler gibt, will er einige besondere Punkte sehen - andernfalls ist es eben kein „voller“ Zugriff.

1. Offene Schnittstellen für die Programme Mail, Kalender und Notizen auf dem iPhone

Groupware wie Microsoft Exchange, Lotus Notes oder Novell Groupwise könnte über eine offene Schnittstelle direkt mit den passenden Programmen auf dem iPhone sprechen. Wenn es nach Welch geht, programmieren Microsoft und Co. also kein Exchange für das iPhone, sondern eine Erweiterung, mit der man Exchange-E-Mails (und Termine, Einladungen, Aufgaben und Kontakte) auf dem iPhone nutzen kann.

2. Zugriff auf Server für Termine und Notizen

Praktisch als Ergänzung zu Punkt 1 braucht das iPhone dann aber auch Software, mit der man Termine und Notizen von einem Server laden kann beziehungsweise die Informationen von dort synchronisieren kann. Apple arbeitet bei Mac-OS X 10.5 dafür bereits mit dem Cal-DAV-Standard. Da Cal-DAV ein offener Standard ist, kann man mit 10.5 auf entsprechende Server verschiedener Hersteller zugreifen - Mac-OS X 10.5 Server gehört dazu, ist aber keine Pflicht.

3. Mehr Schutz statt einer einfachen PIN-Nummer

Zum Schutz des iPhones gibt es - wie auf jedem herkömmlichen Handy - lediglich eine Folge von Ziffern, die PIN. Bei einem mobilen Gerät, das sich leicht mitnehmen lässt, erwartet man heute einen besseren Schutz. Das könnte eine Verschlüsselung der Daten auf dem iPhone sein oder ein besserer Zugriffsschutz, zum Beispiel mit PIN und Spracherkennung.

4. Zurücksetzen aller Information über Netz

Wenn sich das iPhone zum unentbehrlichen Werkzeugen für Firmen entwickeln soll, muss es eine Möglichkeit geben, ein gestohlenes Firmen-iPhone zu löschen. Wenn man selbst die Aktion nicht auslösen kann, sollte es wenigstens der Netzbetreiber machen können (in Deutschland also T-Mobile).

5. WLAN- oder Bluetooth-Synchronisation

Bisher lässt sich das iPhone erstaunlicherweise nur per USB-Kabel mit dem Mac verbinden. Weshalb der Kontakt mit iTunes nicht über WLAN oder Bluetooth laufen kann, ist Apples Geheimnis.

6. Fernwartung

Wenn Apple einige Funktionen im Betriebssystem des iPhone frei geben würde, könnte man mit Software wie Lanrev, Landesk oder anderen, zum Beispiel prüfen, welche Software auf dem iPhone installiert ist und wieviel Speicher noch frei ist.

7. Lokalisierung über den Provider

Schon heute lässt sich ein Mobiltelefon passabel anpeilen, vor allem in Ballungsräumen, wenn sich mehrere Funkzellen überlagern. Es wäre hervorragend, wenn der Provider diese Funktion nutzen würde, beispielsweise um ein iPhone nach einem Diebstahl anzupeilen.

8. Empfang von GPS-Signalen

Wie heute schon manche Business-Handys sollte auch das iPhone einen GPS-Empfänger eingebaut haben. Das wäre zwar eine Änderung an der Hardware, doch das Ergebnis wäre eine wesentlich präzisere Standortermittelung als heute mit dem Skyhook-System möglich ist. Mit Skyhook peilt das iPhone die verfügbaren WLAN-Netze an und ermittelt daraus den Standort - was aber voraussetzt, dass man sich in einer Gegend befindet, in der drei oder mehr WLAN-Netze vorhanden sind.

9. Zugriff vom Mac/PC auf die Telefonfunktionen

Es wäre wirklich nett, wenn man eine SMS am Mac schreiben und über das iPhone verschicken könnte. Das sollte den SMS-Austausch deutlich beschleunigen.

10. iPhone als Modem für Notfälle

Das iPhone hat zwar kein UMTS-Modem eingebaut, doch es gibt keinen Grund, weshalb Apple nicht das vorhandene Funkmodem dem Rechner zur Verfügung stellen könnte. In Notfällen könnte man dann vom Mac oder PC über das iPhone ins Internet gehen.

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