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Bauteile des iPhone SE kosten 220 US-Dollar

04.04.2016 | 15:53 Uhr |

Mit dem iPhone SE erzielt Apple eine Gewinnmarge von rund 50 Prozent, suggeriert ein Video von CNN Money. Das ist nicht ganz korrekt.

Das iPhone SE kostet in den USA in der 16-GB-Variante 399 US-Dollar, hierzulande 489 Euro. Die Bauteile und sie zusammen zu bauen kosten aber nur 220 US-Dollar, inklusive des Zubehörs, zeigt ein Video von CNN Money , das auf Erkenntnissen der Tear-Down-Spezialisten von Teardown.com beruht. Demnach kämen das Logicboard mit insgesamt 62,50 US-Dollar Einkaufspreis noch am teuersten, die Kameras würden etwa 20 US-Dollar kosten und 26,50 US-Dollar der Bildschirm. Insgesamt koste Apple also die Herstellung des iPhone SE 219,50 US-Dollar, die Produktion bereits eingerechnet.

So ganz stimmt die Rechnung aber nicht. Zwar nimmt Apple den Löwenanteil der im Smartphonemarkt erwirtschafteten Gewinne ein , doch beträgt die Marge nicht annähernd 50 Prozent, wie die Rechnung von CNN Money suggeriert. Hinzu kommen nicht unerhebliche Ausgaben für die Entwicklung des Geräts, die sich jedoch schlecht in Heller und Pfennig umrechnen lassen: Apple arbeitet schließlich seit mehr als zehn Jahren an dem Thema iPhone. Auch weitere Ausgaben für Vertrieb und Marketing kommen zu den bloßen Fertigungskosten hinzu, die Software programmiert sich nicht von selbst. Gleichwohl lässt sich aus der Aufstellung der Komponenten schließen: Apple wird mit iPhone SE eine gute Marge erzielen. Für das Gesamtunternehmen hatte diese im ersten Quartal 15/16 immerhin 24,2 Prozent betragen.

iPhone SE im Test - Highend-Winzling mit Schwächen
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