1026028

Mythos vom Entwickler-Paradies App Store wankt

09.10.2009 | 13:09 Uhr |

Über zwei Milliarden Downloads in 14 Monaten, 70 Prozent der Umsätze für die Entwickler - der App Store hat einen Goldrausch ausgelöst. Allmählich macht sich jedoch Ernüchterung unter den Entwicklern der bald 90.000 Apps für iPhone und iPod Touch breit.

App Store Geburtstag
Vergrößern App Store Geburtstag

Ähnlich wie beim Goldrausch von 1849 strömten nach ersten Erfolgsgeschichten Tausende an App-Programmierern in den App-Store. In den ersten Monaten war es noch leicht, Aufmerksamkeit zu erlangen und auf Gold zu stoßen. Die ersten Spiele und Tools hatten die volle Aufmerksamkeit aller iTunes-Store-Nutzer und verkauften sich in hoher Stückzahl. Eine der bekanntesten Erfolgsgeschichten war die von Ethan Nicholas, der mit seinem eher simplen Artillerie-Spiel iShoot in fünf Monaten 800 000 Dollar verdiente - und seinen Job bei Sun kündigen konnte. Wie die Newsweek berichtete, gelang es ihm allerdings später nicht, den Erfolg zu wiederholen. Ist doch die Sektion Spiele mittlerweile derart überfüllt, dass man Neuerscheinungen und Updates kaum noch im Blick behalten kann.

Steinreich sollen einige Entwickler im App Store geworden sein, was ein Entwickler in einem Forum auch einmal sehr schön als die "goldene Ära der Furzapplikationen" bezeichnete. Viele Apps sind auch äußerst einfach gestrickt und haben nur einen Zweck, etwa eine Telefonnummer zu wählen.

Völlig andere Geschichten hört man dagegen in jüngster Zeit. So berichtete die FAZ in ihrer Ausgabe vom 28. Oktober vom Entwickler Owen Goss, dem Entwickler des Farbenspiels Dapple. Mehr als 9000 Downloads hatte der Programmierer berechnet, sollten für die Erzielung von Gewinn erforderlich sein, leider verkaufte sich das Spiel in den ersten Wochen gerade einmal 131 Mal. Vielleicht war ja auch der Verkaufspreis von 4,99 US-Dollar etwas zu optimistisch. Auch der Verzicht auf Werbung ist wohl ein Grund für den mangelnden Erfolg.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1026028