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iPhone-Verbot wegen Geschäften mit dem Iran

01.12.2016 | 12:52 Uhr |

Geschäftsbeziehungen mit dem Iran führen bei deutschem Finanzfachmann nicht nur zur Entlassung, sondern nebenbei zur iPhone-Sperre.

Geschäfte mit dem Iran sind den USA noch immer ein Dorn im Auge, selbst wenn sie nach deutschem Recht legal sind. So waren laut einem Bericht von Panorama und FAZ die Finanzdienstleistungen, die der Geschäftsmann Ulrich Wippermann ausführt, rechtlich völlig korrekt. Sie führten aber zur Aufnahme in die Schwarze Liste der „ Specially Designated Nationals “ – ohne Anklage und ohne Verfahren. Von seiner Firma, der Deutschen Fairfait wurde er entlassen und diese ging in die Insolvenz. Wie der Artikel berichtet, wurden außerdem seine Konten und Kreditkarten gesperrt, es gab sogar Ärger mit einer Spedition.

Selbst mit der Telekom gab es zu unserer Überraschung Probleme: Die Telekom weigerte sich, ihm ein iPhone auszuhändigen. Aufgrund der Lieferbedingungen von Apple könne man ihm, da er auf der Blacklist stehe, nur ein Gerät von Samsung oder Sony aushändigen. Wie die Telekom gegenüber FAZ und Panorama bestätigte, müsse sich das Unternehmen an die rechtlichen Regeln der Vereinigten Staaten halten. Der erzwungene Wechsel zu Android ist natürlich das kleinste Problem, das der Geschäftsmann gerade hat. Es überrascht uns aber doch, dass der Einfluss der US-Justiz bis in einen Telekom-Shop reicht.

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