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Von Peter Müller - 25.04.2007, 12:25

iPhone als Marketinginstrument für den Carrier

In wenigen Wochen wird das iPhone in den USA exklusiv über den Carrier AT&T zu haben sein, die Konkurrenz legt in Erwartung des iPod-Handys neue Angebote für ihre Kundschaft auf.
So reduzierte etwa Sprint Nextel die Preise für in seinem Netz zu erwerbende Musik von 2,50 US-Dollar auf 99 Cent pro Song und bietet seinen Kunden ein Reihe neuer Musikhandys an und Verizon lässt Neukunden sein Netz zunächst für 30 Tage testen.
Experten sehen mit dem iPhone einige Grundsätze des Mobilfunkmarktes verschoben. AT&T versuche mit dem iPhone die Loyalität der Handykunden zu ihrem Mobilfunkprovider zu brechen. Verbraucher würden eher zur Marke Apple loyal sein und weniger zu ihrem Netzbetreiber. Das iPhone sei so ein starkes Marketinginstrument für AT&T, Mobilfunkkunden in sein Netz herüber zu ziehen. Miro Kazakoff, beim Marktforschungsunternehmen Compete Direktor für den Mobilfunk, zitiert eine Studie, nachdem die Loyalität zum Carrier zu wünschen übrig lässt: "AT&T versucht die Bindung auf das Gerät zu übertragen."
Während Verizon und Sprint, Nummer zwei und drei im US-Markt, mit neuen Angeboten sich positionieren wollen, wächst jedoch auch der Druck auf AT&T, das iPhone zum erfolg zu führen. David Kerton, Inhaber der Unternehmensberatung Kerton Group, sieht im iPhone ein gerät, welches das Potential habe, Handynutzer zum Wechsel zu bewegen. Bisher habe es wenig Content oder Geräte gegeben, die zum Wechsel von einem Provider zum anderen anregten. Das iPhone werde aber nicht das gesamte Wechselpotential ausschöpfen, meint der Gartner-Analyst Tole Hart. Das Apple-Handy werde einen Halo-Effekt mit sich ziehen, der Anwender zu AT&T wechseln lässt, ohne dass die gleich auf das iPhone umstiegen.
Im Musikgeschäft werde die AT&T-Konkurrenz auf neue Modelle setzen müssen, meint David Kerton. Zu teuer sei bisher Musik, die man direkt über den Provider laden könne. Mit dem iPod hat Apple das Prinzip des "Sideloadings" eingeführt, wesentlich einfacher und kostengünstiger sei es, sein Telefon mit dem Rechner zu verbinden und Musik auf diese Weise zu überspielen. Sprint und Verizon müssten ihre Handyhersteller dazu überreden, Telefone mit vom iPhone bekannten Features wie etwa der hohen Speicherkapazität herauszubringen. Der direkte Musikdownload sei kein Wettbewerbsvorteil.
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