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iPhone als Spielekonsole: Die Games im App Store

10.07.2008 | 14:55 Uhr |

Der App Store bietet verspielten Zeitgenossen gleich zu Beginn mehrere Dutzend Spiele. Wir haben uns das Angebot näher angeschaut.

Spiele waren schon bei der Vorstellung der Roadmap für das iPhone ein großes Thema und so überrascht es kaum, dass Apple bereits ab Start etliche Titel anbietet. Darunter findet man klangvolle Namen: Die japanischen Hersteller Namco, Sega und Hudson unterstützen ab dem Start das iPhone und den iPod touch mit klassischer Spielekost. Knapp 40 Titel hält Apple im Store bereit.

Bomberman Touch ist der Toptitel von Hudson Soft. Das Bombenlegerspektakel kostet 6 Euro und bietet klassische 2D-Action. Das derzeitige Vorzeigespiel im iPhone-Portfolio dürfte aber Super Monkey Ball von Sega sein, mit 8 Euro markiert es zur Zeit das obere Ende der Spielepreise - und führt in Amerika bereits jetzt die Verkaufscharts unter den Spielen an. Dort kostet das Spiel 10 US-Dollar. So viel verlangt auch Namco für Ms. Pac-Man , das unterschiedliche Steuerungsarten bietet - entweder bewegt man die mampfende Kugel mit Schleifchen per Fingerdruck auf einer Joystick-Nachbildung oder indem man das Gerät kippt.

Es dürfte eine Frage der Zeit sein, wann der vierte große fernöstliche Spielehersteller Square/Enix dazu stößt - der Dragon Quest/Final Fantasy-Hersteller hat mit Song Summoner ( wir berichteten ) jüngst ein erstes Spiel speziell für den iPod vorgestellt. Moto Racer von Freeverse setzt dagegen auf Arcade Action, mit dem Motorrad ist man rund um die Welt unterwegs. Ein Fred Feuerstein-Verschnitt rast dagegen in Cro-Mag Rally knochentrocken durch insgesamt neun bunte 3D-Landschaften. Das einzige Film-Lizenzspiel ist zur Zeit South Park Imaginationland . Diese Spiele schlagen ebenfalls mit 8 Euro zu Buche. Wer es textlastig mag und Englisch nicht scheut, findet in Battle of Waterloo von TouchTones eine interaktive Geschichte, die auf rund 140 Seiten illustriert erzählt wird - der Spieler entscheidet, wie es weitergeht. Für 3 Euro beamt man sich dabei um einige Jahrzehnte in die Zeit der Textadventures zurück.

Kostenloses ist noch äußerst rar - mit Jirbo Match steht ein kindgerechtes Memory-Spiel mit Comic-Tierköpfen zur Verfügung, mit Cube Runner fliegt man durch eine einfache Vektorlandschaft und muss Würfeln ausweichen. Origineller ist dagegen Comet Cowboy, das den Touchscreen nutzt. Für 4 Euro erhält man ein "echtes" Asteroid, Kometenblöcke kreist man mit dem Finger ein und elimiert sie so. Für Spieler mit Blick über den europäischen Tellerrand fällt bisher positiv auf, dass es zwischen dem amerikanischen und deutschen Angebot keine großen Unterschiede gibt.

Bisher bietet Apple im App Store nur Screenshots zu jedem Spiel an, ein Demovideo wie bei den iPod-Spielen fehlt bislang. Zusätzlich versieht Apple jedes Spiel mit einer Altersfreigabe und beschreibt, was dem geneigten Konsumenten eventuell sauer aufstoßen könnte - Moto Racer erhält ein 9+ Rating wegen schwach ausgeprägter Gewalt in den Zwischensequenzen, South Park attestiert man einen immerhin noch schwach ausgeprägten obszönen und vulgären Humor.

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