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iPhone auf Europa-Kurs

31.05.2007 | 14:03 Uhr |

Dreht sich die Kristallkugel um ihre eigene Achse oder ist etwas dran an den neuesten Gerüchten zum zweiten, dem europäischen Modell des iPhone? Offenbar pitchen Vodafone und Orange um das verlockende (Exklusiv)-Geschäft im dreistelligen Millionenwert, Apple bereitet der Stromverbrauch der UMTS-Variante Kopfzerbrechen und sucht für das Entwicklungsteam in Cupertino Verstärkung.

Die Gerüchte zum europäischen iPhone verdichten sich, wobei dies allerdings auch der zunehmenden Rotationsgeschwindigkeit der Kristallkugel zugerechnet werden kann. Auslöser ist ein Statement des IT-Herstellers Quanta auf eine Meldung der Commercial Times, das nichts bestätigt und nichts dementiert. Allein das Widerspiegeln des Gerüchts werten zahlreiche Seiten als starkes Indiz für den baldigen Produktionsstart des Euro-iPhone. Engadget mutmaßt, dass das europäische Modell UMTS-Fähigkeiten besitzen werde, bei switched.com wird Quanta gar zum wahrscheinlichen Hersteller des iPhone für Europa erklärt. Offenbar steht Apple - so ein Bericht von MacBidouille - in Verhandlungen mit Vodafone und Orange. Vodafone betreibt in ganz Westeuropa (insgesamt 30 europäische Staaten) ein eigenes Netz, Orange ist nur in neun Staaten vertreten, Skandinavien, Deutschland, Österreich, Italien und Irland bedient die France Telecom-Tochter nicht. Nach den Informationen der französischen Kollegen laufen die Verhandlungen mit Orange gut, Verhandlungbedarf sehe man noch bei dem Endpreis von 700 Euro, den Apple verlange. Gekoppelt an einen 24-Monats-Vertrag könnte der Kunde das Gerät für 500 Euro erwerben. Die größere Kröte für den vergleichsweise kleinen europäischen Netzbetreiber soll die verbindliche Abnahmemenge sein: Vodafone wäre bereit, die geforderte neunstellige Summe zu zahlen, bei Orange ziere man sich. Schlussendlich ist das fertige Produkt noch gar nicht da. UMTS, als Mobilfunknetz der dritten Generation auch als 3G bekannt, ist in der Praxis am mobilen Endgerät ein Stromfresser. Dem MacBidouille-Bericht nach kämpft auch Apple mit dieser Problematik: Die Batterielaufzeit der Prototypen sei noch nicht zufriedenstellend. Sollte Quanta tatsächlich Produzent des Euro-iPhones 3G werden, dann wäre die Entwicklungsphase jedenfalls noch nicht abgeschlossen. Außerdem berichten die französischen Kollegen von zuverlässigen Informationen zu möglichen Providern, die Apples Smartphone anbieten könnten. Derweil baut Apple in Cupertino sein Entwicklerteam für die iPhone-Reihe weiter aus: In einer Stellenanzeige sucht der Hersteller einen iPhone Flash File System Engineer . Was einige Blogs fälschlich als Integration von Adobes gleichnamiger Multimediatechnik deuten, ist in Wahrheit ein Arbeitsangebot für Dateisystementwickler für Flashspeicher-Systeme, in denen keine ferro-magnetischen Festspeicher arbeiten. Das noch spekulative Subnotebook von Apple, das an das 12-Zoll-Modell des PowerBooks G4 anschließen könnte, soll nach Gerüchten ebenfalls statt einer Festplatte Flash-Bausteine als Massenspeicher erhalten. Unser Bild zeigt einen Szenenausschnit der Keynote zur Macworld Expo im vergangenen Januar.

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