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iPhone-Verkäufe in Frankreich verdoppelt

23.11.2009 | 07:01 Uhr |

Das Ende von exklusiven Monopolverträgen für Mobilefunknetzbetreiber zeigt Wirkung: Die iPhone-Umsätze in Frankreich und England zogen massiv an. Der Seiteneffekt: Der Ausbau des Vertriebs schrumpft Blackberrys Vorsprung im Smartphonemarkt.

Pünktlich mit der Einführung des neuen iPhone 3GS-Modells Mitte 2009 sind einige Exklusiv-Verträge zwischen Apple und Mobilnetzbetreibern ausgelaufen. Marktforscher veröffentlichen die Umsatzschätzungen des letzten Quartals und bestätigen den iPhone-Boom . Laut den Analysten von Morgan Stanley hat Apple in diesem Quartal seinen Marktanteil um 17 Prozent gesteigert. Die Modell-Überarbeitung soll dabei aber eher eine Nebenrolle spielen, berichtet Electronista .

Besonders deutlich stiegen die Umsatzzahlen in Frankreich. Da es dort keinen flächendeckend großen Netzwerkbetreiber gibt, hat die Marktöffnung nach Ende des Vertrags zwischen Apple und Orange die iPhone-Verkäufe verdoppelt. Apples Smartphone wird dort jetzt auch von Bouyques Telecom und SFR angeboten. Die Marktanalysten Gartner schätzen, dass in Frankreich alleine im letzten Quartal 600.000 iPhones über die Ladentheke gingen.

Zeitgleich ist in England der Exklusiv-Vertrag mit O2 ausgelaufen und Orange ist jetzt dort als Mitwettbewerber eingestiegen. Neben absoluten Rekordverkäufen am ersten Tag hat Orange auch einen möglichen Zusammenschluss mit T-Mobile in England angekündigt und somit die Verkaufszahlen weiter angeheizt. Ab Anfang 2010 will auch Vodafone UK das iPhone anbieten und dann haben die Mehrheit der Briten einen Mobilnetzbetreiber, der auch iPhone unterstützt.

Kanadas einziger Netzwerkbetreiber hat jetzt Konkurrenz bekommen und gleich mehrere neue Mitwettbewerber bieten das iPhone an. Um das Auslaufen des Exklusiv-Vertrags von Apple mit AT&T Mitte 2010 in den USA gibt es zunehmend Gerüchte, aber bisher keinerlei Bestätigung.

Der Marktführer in Sachen Smartphones, RIM mit den Blackberrys, hat in dem Quartal den Vertriebsnetzausbau von Apple deutlich zu spüren bekommen. RIMs unschlagbarer Vorteil lag bisher in der größeren Verfügbarkeit der Blackberrys - aber jetzt greifen immer mehr potentielle Blackberry-Kunden zum iPhone.

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