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Entwickler mobiler Apps geben dem iPhone den Vorzug

19.04.2010 | 10:30 Uhr |

Verbreitungsgrad des Betriebssystems ist nicht das wichtigste Bewertungskriterium. Während Entwickler sich im Schnitt auf die Unterstützung von nur drei Plattformen konzentrieren, werden die Open-Source-Betriebssysteme Android und Symbian langfristig vernachlässigt.

In einer Umfrage unter 217 Entwicklern von mobilen Anwendungen liegt Apples iPhone-OS klar vorn. Ovum fragte in der weltweiten Studie, für welche Betriebssysteme die Programmierer neue Anwendungen planen. 81 Prozent schrieben bereits oder planen neue Software für iPhone-OS, 74 der Befragten unterstützen Blackberry-OS von RIM und 66 Prozent sind an Windows-Phone-OS interessiert. Für die beiden Open-Source Plattformen Android und Symbian entschieden sich immerhin noch 64 bzw. 56 Prozent.

Tony Cribbs, ein Analyst bei Ovum schätzt, dass das meistverbreitete Betriebssystem Symbian unter dem starken Interesse am iPhone und Android leidet und zunehmend Verluste einstecken wird. "Die meisten Entwickler konzentrieren sich auf die Unterstützung von lediglich drei Plattformen", berichtet Cripps, "und im Moment sind das vorzugsweise das iPhone, Blackberry und Android ."

Langfristig zeichnet das ein düsteres Bild für die Zukunft von weniger populären Plattformen wie Palms Web-OS . Auch Neueinsteiger können zunächst kaum auf Unterstützung hoffen und müssen für einen Erfolg jede Menge Ressourcen investieren, um sich in dem Markt einen Namen zu verschaffen und das Interesse von Entwicklern zu sichern.

Letztendlich ist auch die Bedienungsfreundlichkeit des Software-Development Kits (SDK) für die Entscheidung der Entwickler ausschlaggebend, und nicht nur der Verbreitungsgrad der Plattform. Damit und im nahtlosen Zusammenspiel mit iTunes hat sich Apple einen klaren Vorsprung vor Symbian verschafft. Interessant ist, dass mit jede Menge Werbung Microsoft und RIM sich in verschiedenen Bereichen etablierte. Während Windows-Phone-OS hauptsächlich Geschäftskunden anzieht, hat Blackberry-OS sich vorwiegend auf Privatanwender spezialisiert.

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