iPhone in Firmen

Unternehmen kaufen iPhones statt Blackberrys

28.11.2012 | 13:03 Uhr | Peter Müller

Das iPhone löst allmählich Blackberry-Geräte als bevorzugtes Business-Smartphone ab, hat eine Studie der Marktforscher von IDC ergeben. Unternehmen würden iPhones "in hellen Scharen" kaufen, wobei Android-Smartphones von den Angestellten bevorzugt würden.

IDC unterscheidet in seinen Statistiken zwischen von Unternehmen eingekauften Geräten und den von Angestellten mit in die Firma gebrachten Telefonen und grenzt beide Gruppen noch gegen die von Endverbrauchern erworbenen Telefone ab. Im Jahr 2012 hätten Endverbraucher demnach 352 Millionen Android-Handys gekauft, dazu kämen 88 Millionen von Angestellten erworbenen Geräte. Unternehmen selbst hätten nur 15,1 Millionen Androiden erworben. Mehr als doppelt so viele iPhone, 31,1 Millionen Stück, kauften hingegen Firmen ein, Angestellte erwarben 37,1 Millionen Geräte, an den restlichen Markt gingen demnach 79 Millionen weitere iPhones.

Noch hätte die Blackberry-Plattform bei den Unternehmen die Nase vorn, Android-Handys und iPhones würden zusammen so viele Käufer im Business finden. Bis 2016 werde aber das iPhone den Spitzenplatz erklommen haben, mit 69 Millionen Auslieferungen, schätzen die Analysten von IDC. Die Blackberry-Plattform, die im Jahr 2011 22,1 Millionen Abnehmer in Firmen fand, stelle zwar noch den "Goldstandard in Sicherheitsfragen" dar, erklärt IDC, doch die rückläufige Nachfrage bei Angestellten (5,2 Millionen Geräte im Jahr 2012) und insbesondere bei Verbrauchern (14,8 Millionen) hindere Blackberry am Fortschritt. Android zeige hingegen aufgrund seiner Fragmentierung große Sicherheitsprobleme und wäre deshalb für Firmen weniger attraktiv. Apples hohe Popularität bei Verbrauchern und strenge Sicherheitsregeln für Software erkläre hingegen den Erfolg im Business-Bereich. Windows Phone werden nach Ansicht von IDC zunächst nur wenige Firmen einsetzen.

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