Apple iPhone

iPhone in Hongkong und Singapur nicht mehr cool

30.01.2013 | 11:05 Uhr | Georg Wieselsberger

In zwei wichtigen "Trendsetter"-Märkten in Asien verliert das Apple iPhone dramatisch an Marktanteil und gelte nicht mehr als "cool", will Reuters herausgefunden haben.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, seien die Märkte in Hongkong und Singapur wichtige Trendsetter für das, was bald in West-Europa, den USA sowie in Asien selbst angesagt sein wird. Laut des Berichts dürften dem Apple iPhone dann wohl schwierige Zeiten bevorstehen. Noch 2010 gab es in Singapur weltweit die meisten iOS-Geräte pro Einwohner, 2012 lag der Rekord bei 72 Prozent aller Geräte, doch nun liege der Anteil bei "nur" noch 50 Prozent, während Android bei 43 Prozent angekommen sei. In Hongkong fiel iOS von 45 auf 30 Prozent, während Android nun fast zwei Drittel des Smartphone-Marktes beherrscht.

Gerade die jüngeren Kunden setzen laut der Meldung mehr auf Android und Geräte von Samsung oder HTC. 70 Prozent dieser Gruppe besitzen bereits ein Android-Smartphone oder planen einen Kauf. Die größeren Bildschirme seien besser für das veränderte Nutzerverhalten geeignet, beispielsweise für das Ansehen von Videos oder das Eingaben von chinesischer Schrift, während die Smartphones selbst günstiger sind und auch alle wichtigen Apps für soziale Netzwerke bieten.

Außerdem sei es inzwischen laut Marketing-Experten so normal geworden, ein iPhone oder iPad zu sehen, dass es einfach nicht mehr "cool" sei, eines zu besitzen. Damit wäre Apple ein Opfer des eigenen Erfolges geworden. Samsung hingegen sei in der Region sehr populär, da auch koreanische Musik, Filme und Fernsehen in ganz Asien sehr beliebt sind und der Apple-Konkurrent dies ausnutze.

Anmerkung der Redaktion: Leider gibt Reuters in seiner Recherche keine genauen Kriterien für die Coolness-Messung an. Ausgehend von den Stichproben-Zählung in der U-Bahn und der Webtraffic-Analyse, wie sie im Artikel vorkommen, kann man nur von Verbreitung ausgehen.

1674982