Das iPhone 3G ist in vielen Ländern verfügbar, deren Gesetze es vorschreiben, ein Mobiltelefon ohne so genannten Sim-Lock anzubieten. Da sich solche iPhones mit jeder Sim-Karte nutzen lassen, klingt der Kauf im Ausland nach einem guten Angebot. Wir klären, worauf Sie achten müssen
Von Volker Riebartsch (10.11.2008)
Das iPhone 3G ist, wie Apple unlängst bekannt gab, in etwa 60 Ländern der Erde erhältlich, in Kürze treten dem iPhone-Club weitere 25 Länder bei. Entsprechend ist auch der Verkaufserfolg enorm gestiegen, verglichen mit der ersten Version von Apples Handy.
Apples bevorzugtes Modell, pro Land nur einen Mobilfunkanbieter als Vertriebspartner zu wählen, ist ebenso Geschichte wie der Wunsch, nur mit Sim-Lock ausgestattete iPhones anzubieten. Derartige Geräte lassen sich nur mit einer bestimmten Sim-Karte des jeweiligen Providers betreiben. Dafür bekommt der Kunde ein subventioniertes iPhone, er spart also Geld. Bei dem Modell bekommt Apple - so Insider - von den Mobilfunkanbietern einen Teil der monatlichen Vertragsgebühren überwiesen.
Bereits bei der ersten Version des iPhone hatte das nicht überall und immer geklappt. So ist es in Frankreich, einem von Apples stärksten Märkten, nicht erlaubt, ein Mobiltelefon anzubieten, das es nur mit Sim-Lock gibt. So musste Apple in Frank-reich das iPhone in zwei Varianten anbieten, mit und - natürlich unsubventioniert - auch ohne Sim-Lock. Darüber hinaus haben französische Kunden eines iPhone mit Vertrag und Sim-Lock die Möglichkeit, den Sim-Lock gegen Gebühr zu entfernen.
Infolge eines Rechtsstreits mit Vodafone musste auch der hiesige Anbieter T-Mobile im Herbst vergangenen Jahres für eine kurze Zeit entsperrte iPhones anbieten - zu einem Preis von 999 Euro. In zwölf der Länder, in denen das iPhone 3G aktuell zu kaufen ist, erhalten die Kunden das Handy ohne Sim-Lock, auch hier schreibt die Gesetzeslage ein entsprechendes Vorgehen Apples vor.
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