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Der beste Tarif für vertragsfreie iPhones

27.09.2010 | 15:30 Uhr |

iPhone-Besitzer sind längst nicht mehr an die Telekom als Serviceprovider gebunden. Der rosa Riese ist zwar weiterhin exklusiver Vertragspartner von Apple, doch sind inzwischen vertragsfreie iPhones legal und ohne SIM- oder Netzbeschränkung in Deutschland erhältlich. Macwelt.de bietet Orientierung im Tarif-Dschungel.

Medienberichten zufolge ist es überdies denkbar, dass das Telekom-Monopol für iPhone-Verträge bereits zum Weihnachtsgeschäft 2010 fällt. Schon jetzt unterbieten sich die Provider mit günstigen iPhone-Verträgen. Wer bereits ein iPhone hat, spart bares Geld, wenn er seinen Tarif schlau wählt. Der Markt für Mobilfunktarife ist höchst unübersichtlich. Die Übersichtstabelle finden Sie hinter diesem Artikel.

Datenflatrate oder Volumentarif?

Eine Datenflatrate lohnt sich, wenn das iPhone beispielsweise häufig bei der Navigation hilft. Positionsbestimmungen, das Laden von Karten und das Berechnen von Routen sorgen für permanenten Datenverkehr, der sich schnell summiert. Auch wer dauerhaft mit dem iPhone surft oder chattet, kann mit einer Daten-Flatrate besser bedient sein.

Wird das iPhone hingegen vorrangig an Orten genutzt, an denen WLAN verfügbar ist (etwa zu Hause und im Büro), ist eine Flatrate wahrscheinlich überdimensioniert und ein Volumentarif genügt.

Volumentarife bieten häufig günstige Preise bis zu einer bestimmten Datenmenge. Ist diese erreicht, drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit von Up- und Downlink auf GPRS-Tempo (in der Regel maximal 56 Kilobit pro Sekunde beim Downlink). Wer dauerhaft auf eine schnelle Datenübertragung angewiesen ist, kann solche Restriktionen nicht brauchen und sollte von Beginn an einen Tarif wählen, der entsprechend hohe Datenvolumina einschließt. Andererseits kann eine solche Beschränkung auch eine wirksame Kostenbremse darstellen.

"Flatrate" meist keine echte Flatrate

Bei Flatrates gilt es, das Angebot genau zu studieren. Was die Provider als "Flatrate" bezeichnen, sind in aller Regel Volumentarife, bei denen die Anbieter nach einer festgelegten Datenmenge, etwa nach 200 oder 500 Megabyte, die Geschwindigkeit drosseln. Anstelle der theoretisch möglichen 7,2 MBit pro Sekunde Download-Geschwindigkeit erhält das iPhone Daten dann nur noch mit GPRS-Tempo. Nutzer, die auf die hohe Geschwindigkeit nicht verzichten wollen, sollten darauf achten, das Volumen entsprechend groß zu wählen. In der Regel bieten die Provider verschiedene Tarife an - bezeichnet etwa mit XS, S, L und XL - bei denen das inbegriffene Datenvolumen mit der "Größe" des Vertrages steigt oder tatsächlich eine Flatrate angeboten wird - der Preis erhöht sich dann entsprechend.

Bei den Volumentarifen ist es wichtig, den Vertrag genau zu lesen: Manche Anbieter drosseln nach Erreichen des gekauften Volumens nicht die Geschwindigkeit, sondern berechnen die zusätzlich heruntergeladenen Daten pro Megabyte oder pro 100 Kilobyte. Hier droht die Kostenfalle zuzuschlagen, wenn man seinen Vertrag nicht genau kennt.

HSDPA-Netzabdeckung

Moderne Datenübertragung findet seit dem iPhone 3G per UMTS und der Mobilfunkstandard-Erweiterung HSDPA statt. Mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) lassen sich auf dem iPhone 4 und 3GS Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s übertragen. UMTS allein überträgt mit maximal 384 Kbit/s. Das iPhone 3G konnte bereits mit HSDPA umgehen, allerdings nur mit einer Übertragungsrate von 3,6 Mbit/s. Alle Provider bieten HSDPA-Verbindungen an, jedoch in unterschiedlichen Ausbaustufen.

Bei der Wahl des richtigen Tarifs für das iPhone gilt es, auf die Verfügbarkeit der UMTS-Dienste zu achten. Nach Angaben der PC-Welt sind die Netze von T-Mobile und Vodafone in dieser Hinsicht am Besten ausgebaut. Wie gut die UMTS/HSDPA-Abdeckung der Anbieter jeweils ausgebaut ist, lässt sich auf HSDPA.de für die eigene Postleitzahl ausprobieren. Wer viel unterwegs ist, sollte zusätzlich die Orte prüfen, an denen er sich häufig aufhält. Manche Anbieter überlassen die Wahl des Netzes dem Kunden. So bieten Surfblack und Moblack ihren Kunden die Möglichkeit, das Netz frei zu wählen.

iPhone 4/ iPad: Micro-SIM als Zusatz-Option

SIM-Karten: iPad und iPhone 4 brauchen eine Microsim-Karte, ältere iPhones eine herkömmliche Karte.
Vergrößern SIM-Karten: iPad und iPhone 4 brauchen eine Microsim-Karte, ältere iPhones eine herkömmliche Karte.

Derzeit bieten noch nicht alle Provider die MicroSIM an, die man für das iPhone 4 und das iPad braucht. Jedoch bieten einige Anbieter die Micro-SIM an, werben aber nicht unbedingt damit. Für iPad- oder iPhone-4-Kunden lohnt es sich daher, beim eigenen Provider nachzufragen, ob man eine MicroSIM zusätzlich erwerben kann. Auch eine weitere SIM-Karte in Normalgröße kann brauchbar sein. In den Tarifinformationen werden sie häufig auch als MultiSIM oder TripleSIM bezeichnet.

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