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Günstiges iPhone nur für Schwellenländer?

02.04.2009 | 10:30 Uhr |

Wi-Fi in Handys ist in China nicht zugelassen. Die logische Folgerung wäre, abgespeckte iPhones für bestimmte Länder zu konfigurieren. Analysten glauben, die Produktion läuft noch im April an und schätzen das Verkaufspotential dieser Modelle auf drei Millionen Geräte im dritten Quartal.

Apple arbeitet an einem anderen iPhone-Modell. Der Analyst Daniel Amir der Marktforscher Lazard Capital ist sich sicher, dass dieses neue Modell nichts mit den bisherigen Gerüchten zu Modellüberarbeitung zu tun hat, berichtet Macnn .

Gleich mehrere Berichte nähren die Gerüchte, dass Apple neben einer Weiterentwicklung des iPhone G3 auch an günstigen Modellen mit stark reduziertem Funktionsumfang arbeitet. Auch Electronista behauptet, dass ein genauerer Einblick in die Zulieferungen für Apple auf ein abgespecktes Modell schließen lässt, das noch im April in Produktion gehen wird. Gerüchtehalber sollen im Mai unter Hochlast die günstigen Geräte gefertigt werden, bevor Apple dann im Juni das Modell offiziell ankündigen wird.

Amir erwartet, dass diese rudimentären iPhone-Modelle nur für Schwellenländer ausgeliefert werden. Genauer gesagt glaubt er an eine Auslieferung in Ländern wie Brasilien, Russland, Indien und China, oder aber an eine exklusive Fertigung nur für China.

Die Weiterentwicklung und Ausbau des iPhones G3, das auch bis zum Juni erwartet wird, soll angeblich neue Video-Funktionen unterstützen, eine bessere Kamera erhalten und über bis zu 32 GB Speicher verfügen. Für eine günstigere Variante hingegen sehen die Analysten hingegen ein Modell ohne diese Verbesserungen, weniger Speicher und möglicherweise auch ohne Wi-Fi. Die Funkverbindung ist für China nicht zugelassen und während das Weglassen den Funktionsumfang eines iPhones drastisch einschränkt, wäre eine Wi-Fi-freie Variante für den chinesischen Markt legal. Außerdem findet Wi-Fi ohnehin fast ausschließlich in Europa, Nord-Amerika und Japan Einsatz und ohne den Funkstandard wäre das Gerät weitaus günstiger produzierbar.

Das iPhone verkauft sich im Moment überraschend gut. Dank unerwartet hoher Umsätze im März wurden die Schätzungen von Analysten auf 3,8 bis 4 Millionen verkaufte iPhones im ersten Quartal 2009 nach oben korrigiert. Im Monat März wurden schätzungsweise 1,5 Millionen Geräte produziert, so viel wie nie zuvor. Für das dritte Quartal 2009 erwartet Amir Verkaufszahlen in Höhe von acht Millionen iPhones. Gemäß seiner Theorie des Schwellenland-iPhones schätzt er, dass davon nur zirka fünf Millionen iPhone G3-Modelle sein werden.

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