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iPhone soll nach China kommen – Apple-Aktie schnellt hoch

14.11.2007 | 07:16 Uhr |

Nach vier Tagen mit herben Verlusten hat die Apple-Aktie gestern an der Nasdaq wieder deutlich zugelegt. Der Kurssprung von 10,54 Prozent oder 16,20 US-Dollar auf den Schlusskurs von 169,96 bedeutet den höchsten Tageszuwachs seit Juli 2006.

Den Grund für die Zuwächse macht der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg in den Spekulationen um den iPhone-Verkaufsstart in China. Der größte Provider des Landes China Mobile Ltd. hat berichtet, in Verhandlungen über den Vertrieb des Apple-Handys zu stehen. Im chinesischen Markt spricht Apple potentiell 523 Millionen Handy-Kunden an, weit mehr als in allen Staaten der EU zusammen. Für Apple wäre dies jedenfalls ein großer Sprung, meint die Analystin Tiffany Feng von Guotai Junan Securities Ltd. in Hongkong. China Mobile könnte eine Kooperation mit Apple auch dabei helfen, finanzkräftigere Kunden anzusprechen. Zuletzt hatte sich das Untenehmen auf den ländlichen Raum konzentriert und seine Preise entsprechend nach unten korrigiert. Insgesamt hat der Provider 349,7 Millionen Kunden unter Vertrag. Eine Lizenz zum Vertrieb von Blackberries hat das Unternehmen bereits erworben.

China-Mobile-Chef Wang Jianzhou freut sich schon auf das iPhone: "Unsere Kunden lieben diese Art von modischen Produktion." Es stelle sich lediglich noch die Frage nach dem Geschäftsmodell, Umsätze mit Apple wolle man eher nicht teilen: "Wir denken, beim Provider-Modell bleiben zu können, denn wir haben die Kunden, die End-Verbraucher." Apple hat die Berichte über ein Engagement in China bisher nicht kommentieren wollen, es bleibt bei der Aussage, das iPhone im nächsten Jahr auch in Asien verkaufen zu wollen.

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