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iPhoto 4 - Ein erster Blick

21.01.2004 | 10:28 Uhr |

iPhoto 2, die letzte kostenlose Version des Bildbetrachters, eignet bereits gut für das Verwalten seiner digitalen Fotos. Indes ist sein Schwachpunkt die Geschwindigkeit. Apple verspricht mit der aktuellen, nun kostenpflichtigen Version eine höhere Geschwindigkeit insbesondere beim Bildaufbau und beim scrollen der Fotos.

Neben der besseren Geschwindigkeit bietet iPhoto 4 bessere Funktionen zum verwalten der Fotos sowie die Möglichkeit, die Fotos via Rendezvous mit anderen Rechnern in einem lokalen Netz zu teilen. Zu den bisherigen Bearbeitungsfunktionen wie rote-augen-Entferner und die Umwandlungsmöglichkeit in Schwarz-weiß-Bilder kann iPhoto die Bilder auch in Sepia umwandeln. Wir haben zu Testzwecken für beide iPhoto-Versionen ein Album mit knapp 1500 Fotos angelegt, die im Originalzustand 1,25 GB Speicherplatz belegen. Während das Archiv von iPhoto 2 nach dem Import der Fotos 1,28 GB groß ist, braucht iPhoto 4 mit 1,33 GB etwas mehr Speicherplatz. Auffällig ist, dass iPhoto 4 die Fotos nicht schneller importiert als sein kostenloser Vorgänger.

Flott scrollen

Anders als bei Apple angegeben startet iPhoto 4 mit zehn Sekunden auf unserem Testrechner Power Mac G4 2x1 GHz etwas langsamer als sein Vorgänger, der nach acht Sekunden einsatzbereit ist. Will man gerade auf langsamen Macs oder bei einer umfangreichen Fotosammlung den Bildschirmaufbau beschleunigen, dann kann man das Fotoarchiv nach Film anordnen (Menüpunkt "Darstellung > Fotos anordnen > Nach Film"). Daraufhin erscheint für jeden Import der Fotos eine eigene Filmrolle, die man zuklappen kann. Um alle Filmrollen zu schließen oder zu öffnen klickt man mit gedrückter Wahltaste auf das Dreieck links von der Filmrolle.
Sind die Vorschaubilder in der Bibliothek auf die kleinste Größe gestellt, scrollen beide Versionen die 1500 Fotos mit rund drei Sekunden etwa gleich schnell. Einen deutlichen Geschwindigkeitsunterschied messen wir dagegen bei der größten Vorschaugröße, bei der ein Foto bereits das gesamte Vorschaufenster einnimmt. Hier scrollt iPhoto 4 innerhalb 18 Sekunden die 1500 Fotos während iPhoto 2 für diese Aufgabe 31 Sekunden braucht. Gleichschnell wiederum ist die Scrollgeschwindigkeit eines vergrößerten Fotos im Bearbeiten-Modus.

Als neue Sortierfunktion bietet iPhoto wie iTunes die Bewertung der Fotos von einen bis fünf Sternen. So lassen sich schnell die besten Aufnahmen anzeigen. Über das Popup-Menü kann man zu einem Bild oder einer Auswahl von Fotos die Bewertung vergeben. Das Menü ruft man auf, indem man mit gedrückter Wahltaste auf das gewünschte Bild oder der Auswahl von Bildern klickt. Ebenfalls sehr sinnvoll ist die Möglichkeit, über den Popup-Menüpunkt "Stapel ändern" mehreren ausgewählten Fotos beispielsweise einen Kommentartext vergeben oder das Datum ändern zu können. Bei älteren iPhoto-Versionen geht dies nur, wenn man ein Foto ausgewählt hat.

Wie iTunes mit seinen intelligenten Wiedergabelisten kann man auch mit iPhoto 4.0 Alben erstellen, die Fotos automatisch einsortieren, die gewünschte Kriterien erfüllen. So kann man sich beispielsweise die am besten bewerteten Urlaubsbilder aus dem vergangenen Jahr automatisch anzeigen.

Wenn man seinen Fotos konsequent Schlüsselwörter zuweist, vereinfacht dies das Verwalten der Bilder. Bereits iPhoto 2 bietet die Schlüsselwörter, die man mit Befehl-K aufruft oder unter "Fotos > Schlüsselwörter einblenden" findet.

Die Diashow von iPhoto 4 bietet neue Einstellmöglichkeiten. So die neuen Übergänge, die man bereits aus dem Präsentationsprogramm Keynote kennt.

Bei einer Slideshow kann man sich nun ein recht hübsches Navigationsmenü anzeigen lassen. Dieses bietet zudem eine schnelle Möglichkeit, die Fotos zu drehen, zu bewerten oder gar zu löschen.

Neu ist die Funktion, Fotos in Sepia-Farbe umzuwandeln. Wie bisher schon kann man ein Foto auch in ein Graustufenbild verwandeln.

Dank der Rendezvous-Technik kann man nun Fotos von anderen Rechnern in einem lokalen Netz auf seinem eigenen Rechner betrachten. Nach dem Installieren von iPhoto 4 ist diese Möglichkeit sowie die Option, die eigenen Fotos für das Netz zu Verfügung zu stellen deaktiviert. Unter "iPhoto > Einstellungen" oder der Tastenkombination Befehl-Komma kann man diese Einstellung ändern. Wir raten nur ausgesuchte Fotos für das Netz sichtbar zu machen. Denn wenn ein anderer Rechner erst das gesamte Fotoarchiv aufruft, muss er wegen der langen Übertragungszeit über das Netz unter umständen lange auf den Bildaufbau warten.

Lesen Sie morgen unseren ersten Blick auf Garageband

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