Kaum verändert präsentiert sich der iPod Classic, den Apple jetzt nur noch in der 120-GB-Version anbietet. Das neue Modell ist nach Firmenangaben aber nunmehr so dünn wie der aus dem Programm genommene 80-GB-Classic. An das iPhone 3G hat Apple nun die Optik des iPod Touch angepasst, der auch einige neue Funktionen spendiert bekommen hat. So ist etwa der Empfänger des Nike+iPod-Sport-Kit bereits eingebaut, wer beim Joggen mit dem iPod Touch seine Wege vermessen und protokollieren will, muss sich nur noch einen Sender für den Schuh anschaffen. Der integrierte Lautsprecher lässt den iPod Touch nun auch ohne Kopfhörer benutzen, der Sound lässt jedoch zu wünschen übrig. Apple hat auch an der Akkulaufzeit gedreht. So soll der Touch jetzt 36 Stunden Musik abspielen oder 6 Stunden Videos anzeigen. Der Ur-Touch schaffte laut Apple 24 Stunden Musikwiedergabe und 5 Stunden Videos. Das kleinste Modell mit 8 Gigbyte Speicherplatz kostet jetzt 209 Euro, die mittlere Variante mit 16 Gigabyte liegt bei 279 Euro und das Spitzenmodell mit 32 Gigabyte kostet 369 Euro.
Wichtiger ist jedoch die Botschaft zum iPod Touch, die Apples Marketing-Chef Phil Schiller in einer ausgiebigen Präsentation verbreitet. Dank der Software aus dem App Store, von denen Apple nun schon 100 Millionen Downloads zählt, sind iPod Touch und iPhone die angesagtesten Spielekonsolen für das Weihnachtsgeschäft. Drei neue Anwendungen zeigte Schiller: Die Evolutions-Simulation Spore Origins, die Fußball-Simulation Real Soccer 2009 und das Rennspiel Need for Speed Undercover. Nicht von ungefähr präsentiert Apple den iPod Touch als "funniest iPod ever", der Angriff auf die Anbieter mobiler Spielekosolen wie Nintendo oder Sony hat begonnen.
Neue Funktionen für iPhone und iPod Touch bringt das noch in dieser Woche erhältliche Firmware-Update 2.1. Während es iPhone-Anwender kostenlos erhalten, müssen iPod-Touch-Besitzer 10 US-Dollar investieren. Das hat vorwiegend buchhalterische Gründe, während Apple das iPhone über zwei Jahre hinweg in seine Bilanzen einfließen lassen kann, ist das beim iPod Touch nicht möglich. Wesentliche Software-Upgrades für bereits verkaufte und verbuchte Geräte muss der Hersteller daher extra berechnen.
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