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iPod Linux im Test

01.03.2005 | 12:38 Uhr |

Linux für den iPod ist inzwischen dem reinen Experimentalstadium entwachsen und ist schon weit mehr als eine reine Machbarkeitsstudie.

Dank eines praktischen grafischen Mac-OS-X-Installers (Ein Windows-Installer ist ebenfalls verfügbar) kann auch der Kommandozeilen-Unkundige problemlos Linux auf seinem iPod der ersten bis dritten Generation installieren und auch wieder entfernen. Dieser grafische Installer hat eine Auto-Update-Funktion integriert, die auf Klick nach neuen Linux-iPod-Versionen sucht. Auch bei iPods die bereits Linux installiert haben macht der Installer ein Update. Obwohl bisher keine Probleme bekannt wurden empfehlen die Autoren ein Backup zu machen und überrnehmen verständlicherweise keine Verantwortung für eventuell verlorengegangene Daten. Dies gilt natürlich auch für die Macwelt. Wir raten nach der Installation von iPod Linux jedenfalls von anderen Firmware-Hacks wie dem iPod Volume Booster ab. Auch für ein Apple-Firmware-Upgrade sollte man Linux vorher unbedingt vorübergehend mit dem Installer deinstallieren, danach kann man es wieder aufspielen.

Warnung: Installieren sie iPod Linux nicht auf iPods der vierten Generation oder neuer (iPod minis, iPod Photo, U2-iPod, iPod shuffle). Diese Geräte sind noch nicht offiziell unterstützt, falls sie doch installieren müssen Sie ihren iPod danach formatieren. Auch für iPods der ersten und zweiten Generation mit der neuen Apple-Firmware 1.5 empfiehlt sich die Installation nicht, da dann das Musik-Spielen in Apples OS nicht mehr funktioniert. Eine Deinstallation von Linux stellt allerdings alles wieder korrekt her, iPods der dritten Generation sind davon nicht betroffen.

Der erste Start

Linux lässt sich wie auf dem Computer auch entweder exklusiv installieren oder parallel zum normalen iPod-Betriebssystem, empfohlen wird die Parallelinstallation. Danach ziert nach dem Apfel den Bildschirm beim Booten ein Pinguin mit iPod, startet man normal fährt der iPod mit Apples Betriebssystem hoch. Hält man beim Start oder nach Reset die Rewind-Taste startet "Podzilla", das grafische Interface für iPod-Linux. Dieses verbindet mit dem beliebten Mozilla-Browser höchstwahrscheinlich wenig mehr als eine reine Namensähnlichkeit.

Musik mit iPod Linux

Podzilla bedient sich wie das normale iPod-Userinterface per Scrollrad und bietet unter dem Punkt "Music" die iPod-übliche Musiknavigation in Playlists, Künstler, Alben und Songs. Das Userinterface lässt hier im Vergleich zu Apples Version allerdings noch zu wünschen übrig: Spulen oder herumspringen innerhalb des Songs ist noch nicht möglich, ebenso funktioniert das Weiterspringen zum nächsten Song per Forward-Taste erst seit der aktuellsten Version. Die Lautstärkeregelung ist quälend langsam und träge und die Zeitposition im Song wird nicht angezeigt. Es gibt Probleme mit VBR-mp3s, AAC funktioniert nicht, auch an Ogg Vorbis Echtzeitdekodierung wird noch gearbeitet.

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