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iPod-Betrüger muss ins Gefängnis

27.08.2009 | 11:07 Uhr |

Der Betreiber einer "iPod-Werkstatt" muss für mehr als ein Jahr ins Gefängnis. Er hatte Apples Austauschservice missbraucht mit falschen Reparaturaufträgen iPods ergaunert und weiterverkauft.

iPod Shuffle
Vergrößern iPod Shuffle
© Apple

Der ehemalige Betreiber eines iPod-Reparaturdienstes muss für 13 Monate ins Gefängnis. Der 23-Jährige hatte sich des Postbetruges und der Geldwäsche für schuldig bekannt. Zusätzlich muss er knapp 650.000 US-Dollar (über 450.000 Euro) Schadensersatz an Apple zahlen. Apple hatte den jungen Mann verklagt , weil er massenweise iPods – vor allem Shuffles – über Apples Austauschservice ergaunert haben soll. Er missbrauchte Apples Kreditkartenbürgschaft. Wenn man eine gültige Kreditkarte angibt, versendet Apple ein Austauschgerät teilweise noch bevor das defekte Modell bei Apple eintrifft. Die Kreditkarte dient hier als Sicherheit.

Der Verurteilte hatte dies ausgenutzt, indem er nicht gedeckte Kreditkarten benutzte. Apples Abbuchung platzte, nachdem der angeblich defekte iPod nie beim Unternehmen ankam. Die neuen Tausch-iPods verkaufte der Betrüger über seine Webseite. Zudem hat der Verurteilte alte iPods ohne Garantie in neuen Verpackungen an Apple gesendet, um sie in das Austauschprogram zu schleusen. Im Frühsommer diesen Jahres erhebt schließlich die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann, jetzt steht das Urteil fest.

Neben dem Schadensersatz, den der Verurteilte zahlen muss, pfändet der Richter Besitztümer des Verurteilten im Wert von 750.000 Dollar. Darunter zwei Sportwagen, ein Haus in Michigan, ein Motorrad und eine halbe Million Dollar Bargeld.

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