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iPod-Office

24.03.2006 | 13:44 Uhr |

Statt unterwegs ein Laptop, iBook oder Powerbook zum Arbeiten zu nutzen, kann man den iPod als mobiles Büro konfigurieren. Die passende Software für Mac und Windows kommt zumeist aus dem Open-Source-Bereich.

Mithilfe von so genannten portablen Applikationen und einer USB-Verbindung zu einem Mac oder Windows-PC verfügt der Benutzer überall über eine eigene PCUmgebung. Dabei liegen Programme und Daten nicht auf dem jeweiligen Gastrechner, sondern auf dem iPod. Wer ein normales Standardprogramm, zum Beispiel den Webbrowser Firefox, auf dem iPod installiert hat und diesen über USB mit einem Mac oder Windows-PC verbindet, kann das Programm natürlich auch starten und im Internet surfen. Alle Programmeinstellungen wie Bookmarks, Cookies oder Passwörter werden dann jedoch auf dem Gastcomputer gespeichert. Das ist weder vom iPod-Besitzer noch vom PC-Eigentümer gewünscht. Bei portablen Applikationen handelt es sich um Programme, die wie die Standardsoftware funktionieren, deren Daten aber in einem speziellen Verzeichnis auf dem externen Speicher – in unserem Beispiel dem iPod – verbleiben.

Funktionsweise

Zum Programmstart wird ein Script per Doppelklick ausgeführt, das das eigentliche Programm startet und diesem mitteilt, dass die benötigten Hilfsdateien und später angelegte Daten ebenfalls auf dem mobilen Speicher unterzubringen sind. In unserem Beispiel mit dem Webbrowser sind das neben Standardeinstellungen zudem Lesezeichen, Cookies und Passwörter. Bei einem entsprechenden Mailprogramm werden neben den Einstellungen für die Mail-Accounts auch die E-Mails auf dem mobilen Speicher untergebracht. Es gibt eine stetig wachsende Zahl von portablen Applikationen für Mac-OS X und Windows XP. Momentan handelt es sich dabei durchweg um Programme aus dem Bereich Open Source, die kostenlos genutzt werden können. Neben Webbrowser und E-Mail-Client gibt es Chatsoftware, Textverarbeitung, HTML-Authoring- Programme und einiges mehr. Ist der iPod richtig konfiguriert, kann der Benutzer alle wichtigen Daten unterwegs dabei haben, an einem Gastrechner bearbeiten und zu Hause wieder auf den Mac oder Windows-PC kopieren. Wer die Konfigurationsmöglichkeiten ausreizt, hat sogar ein plattformübergreifendes Tool zur Hand, das sich in beiden Systemwelten betreiben lässt. In diesem Fall muss der iPod Windows-formatiert sein (FAT), das native Windows-Format wird auch von Mac-OS X unterstützt. Wer als Mac- Nutzer unterwegs nur an Gast-Macs arbeiten will, kann seinen iPod natürlich auch mit Apples Filesystem formatieren.

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