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iRing soll 60-Zoll-iTV steuern

05.04.2013 | 09:48 Uhr |

Brian White, Analyst von Topeka Capital Markets, träumt weiter von einem Apple iTV - und will damit offenbar Anlegern die zuletzt deutlich im Wert gefallene Apple-Aktie wieder schmackhaft machen.

Zuletzt hatte es zwar eher den Anschein, Apple würde mit einem Ausbau der Infrastruktur von iTunes Store und Apple TV weiter in das Wohnzimmer vordringen wollen, White hält aber an einer Hardware fest. Der Apple-Fernseher solle mit 60 Zoll Diagonale kommen, auch Modelle mit 55 Zoll und 50 seien aber denkbar. Spekulationen um einen Fernsehapparat von Apple nahmen Ende 2011 richtig Fahrt auf , als Walter Isaacson Jobs-Biographie den kurz davor verstorbenen Apple-Gründer mit den Worten zitierte, er habe das Bedienungskonzept eines Apple-Fernsehers endlich geknackt. Seither war in den Spekulationen viel über die Sprachsteuerung Siri die Rede, White will bei seinen Recherchen bei Apple-Zulieferern ein anderes Konzept gefunden haben. Demnach solle dem iTV eine ringförmige Steuerung für die Hand beigegeben werden, der Anwender steuert den Fernseher dann mit Drehen des iRings und Gesten der Hand.

Eine weitere Hardware will Apple angeblich dem Fernsehapparat beistellen, etwa 10 Zoll große " Mini iTVs ", auf denen der Inhalt vom großen Fernsehapparat überall in die Wohnung gestreamt würde. Bis zu 200 Meter soll die Reichweite betragen, Glotzen wäre dann noch in der Waschküche, der Garage oder hinten im Garten möglich, phantasiert White. Jedem iTV werde Apple ein solches Mini iTV beilegen und weitere gegen Aufpreis ausliefern. Deren Funktionalität sei aber beschränkt, so dass sie keineswegs mit dem iPad konkurrierten. Der Apple-Fernseher soll noch im Jahr 2013 auf den Markt kommen und zwischen 1.500 und 2.000 US-Dollar kosten, meint White in seiner Notiz an Investoren, die nicht das Datum 1. April trägt.

White ist in illustrer Gesellschaft, seit 2009 behauptet etwa sein Piper-Jaffray-Kollege Gene Munster, Apple würde "nächstes Jahr" bestimmt einen Fernsehapparat auf den Markt bringen. Die TV-Branche ist jedoch weitgehend gesättigt, die Margen sind aufgrund hohen Konkurrenzdrucks gering. Apple müsste mit einem gewaltigen Alleinstellungsmerkmal auf den Markt kommen, um einen Preis wie den von White genannten auf Dauer halten zu können. Kritisch sind aber vor allem die Inhalte, das Angebot des iTunes Store lässt noch viele Wünsche offen - insbesondere dem nach Live-TV. Wiederholt kursierten zwar Gerüchte, Apple würde mit Netzbetreibern und Fernsehsendern über Lizenzen verhandeln, von einem Durchbruch ist bisher aber nichts zu sehen. Daher bleiben starke Zweifel an einem Fernsehapparat aus Cupertino.

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