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iRiver will 30 Prozent vom MP3-Player-Kuchen

18.03.2005 | 12:29 Uhr |

Während Apple und der koreanische Hersteller Reigncom, der MP3-Player unter dem Namen iRiver vertreibt bis letztes Jahr keine echten Konkurrenten waren, stößt Apple mit dem iPod Shuffle und Reigncom mit dem iRiver H10 in die jeweilige Domäne des anderen vor.

Mpio FL300: Auch dieser Player heimste einen Preis ein: Den Plus x Award für die Kategorie Design.
Vergrößern Mpio FL300: Auch dieser Player heimste einen Preis ein: Den Plus x Award für die Kategorie Design.
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Auf der Cebit zeigte Reigncom neben der 5-GB-Version erstmals eine 20-GB-Variante des H10 mit 1,8-Zoll-Festplatte und eine 1-GB-Ausgabe mit Flash-Speicher. Damit ist eine Reihe komplett, die gegen iPod Shuffle, iPod Mini und iPod antritt. Reigncom-CEO Joon Yang erklärte in einem Interview, gegen Apple nicht mit Design punkten zu wollen, denn auf diese Weise könne man nur eine schlechte Kopie des iPod erstellen. Ganz abgesehen davon, dass auch der iRiver H10 durchaus schick anzusehen ist. Das gutes Design jedoch nicht zwangsläufig auf eine billige Kopie darstellen muss, beweisen beispielsweise die Sign-Player von AVM. So hat beispielsweise der Feuerzeug-große Si-300 den iF Produkt Design Award 2005 eingeheimst und das ganz ohne Anlehnung an Apples Design. Ebenfalls im gänzlich anderen Outfit der Apple-Player und Gewinner des Plus x Award für Design ist der Mpio FL300 .

Wie auch immer. Stattdessen wollen sich die iRiver-Player mit zusätzlichen Funktionen gegen die iPods behaupten. So kam der 5-GB-iRiver für 300 Euro mit Farbbildschirm, UKW-Radio, Stimmrekorder und der Option auf dem Player gespeicherte Bilder in einer Slide-Show anzuzeigen auf den Markt. Diese Funktionen bieten auch eine Vielzahl von Konkurrenzprodukten, bislang jedoch in deutlich größeren Geräten. Mittlerweile gehört es schon fast zum guten Ton jeden Herstellers von MP3-Playern, solche Multimedia-Tallente im Programm zu haben.

Reigncom, das bis vor kurzem ausschließlich Flash-Player fertigte, hofft den Anteil von Festplattenplayern an seinen Verkäufen auf 30 Prozent zu erhöhen. Dabei werde das Geschäft insgesamt wachsen und nicht auf Kosten der Flash-Player, diese seien in puncto Gewicht, Stromverbrauch und Haltbarkeit den Festplattenplayern immer noch überlegen.

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