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iSuppli: Sony verkauft Playstation 3 mit Verlust

17.11.2006 | 12:30 Uhr |

Die Marktforscher von iSuppli haben die seit letztem Wochenende in Japan erhältliche Playstation für eine Analyse der Bauteile auseinander genommen und berechnet, dass Sony die Hardware mit Verlust verkauft.

Der Verbraucher indes profitiere von der Strategie des Konzerns, das Hardwaregeschäft zu bezuschussen, um mit Software Geld zu verdienen, bekomme er doch einen "Supercomputer zum PC-Preis". Kosten für Komponenten und Produktion des 20-GB-Modells schätzen die Experten auf 805 US-Dollar, im Handel kostet das Modell 500 US-Dollar. Beim 60-GB-Modell sei die Differenz zwischen Wert und Verkaufspreis mit rund 240 US-Dollar geringer. Unter Konsolen-Herstellern sei es üblich, die Hardware mit Verlust zu verkaufen, um sich so Marktanteile für das lukrative Geschäft mit Videospielen zu sichern, Sonys Zuschüsse seien jedoch bei der Playstation 3 ungewöhnlich hoch, meinen die Experten. Am tuersten käme bei der Produktion der von Sony, Toshiba und IBM gemeinsam entwickelte Cell-Chip, der für 10 Prozent der Kosten verantwortlich sei. Zusammen mit Dual-Grafik-Chips von Nvidia und Toshiba und 512 MB RAM von Samsung, würde das Motherboard der PS 3 rund 500 US-Dollar kosten, während Microsoft für das Xbox360-Motherboard lediglich 204 US-Dollar aufwenden müsse. Die Playstation 3 sei jedoch ein "Meisterstück der Ingenieurskunst" mit einem Motherboard, das man eher in einem Server als in einer Spielekonsole erwaten würde. Die neue Konsole von Sony bringe "mehr Prozessorleistung und Fähigkeiten als jede Unterhaltungselektonik zuvor."

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