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iTS: "Überraschende Fortschritte" in Skandinavien

27.09.2006 | 13:00 Uhr |

Verhandlungen zwischen Apple und skandinavischen Regierungsvertretern haben "überraschende Fortschritte" gemacht im Streitfall iTunes + iPod.

Dies sagte der norwegische Regierungsbeauftragte Björn Erik Thon, wobei er gleichzeitig klarstellte, dass die Probleme noch nicht gelöst seien. Ähnlich wie in Frankreich kritisieren auch in den skandinavischen Staaten die zuständigen Regierungseinrichtungen für Verbraucherschutz die Koppelung von via iTunes gekauften Songs an den iPod. Die Verbraucherschützer fordern hier von Apple mehr Interoperabilität mit den Geräten anderer Hersteller.

Doch dieser Punkt war nicht der einzige, über den Apple-Vertreter mit den skandinavischen Verbraucherschützern diskutiert haben, schreibt die Herald Tribune in ihrer internationalen Ausgabe vom Montag. Kritisiert werde weiterhin, dass Apple keine Haftung für Schäden am Kunden-PC übernehme, die durch den Einsatz von iTunes entstehen könnten, und dass die Lizenzbestimmungen für bereits erworbene Songs sich nachträglich ändern können. Außerdem vertreten die Norweger anders als Apple, dass für den Einkauf digitaler Medien in Norwegen britisches Recht anwendbar wäre. Thon schließt die Verhängung einer Geldstrafe gegen Apple nicht aus, betonte aber, mann wolle im Dialog eine Lösung finden, denn dieses erste Treffen "war ein positiver und guter Dialog". Über die genauen Ergebnisse haben beide Seiten vorläufig Stillschweigen vereinbart. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wolle man ausgewählte Details veröffentlichen. Der norwegische Verbraucherrat, der mit seiner Beschwerde die Anhörung erst ins Rollen brachte, forderte die unzensierte Veröffentlichung des Protokolls.

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