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"iTox + iWaste" - Greenpeace ruft Apple zum Einlenken auf

27.09.2006 | 10:31 Uhr |

"Wir bei Greenpeace lieben unsere Macs. Aber wir hassen die Tatsache, dass sie voll von toxischen Chemikalien sind", schreiben die internationalen Umweltkämpfer und starten mit einer neuen Seite, die sie im Apple-Design gestaltet haben.

Ihr ausgemachtes Ziel ist, Apple und Zulieferer davon zu überzeugen, bei der Herstellung von technischen Geräten weniger giftige Stoffe zu verwenden. Den Druck ausüben sollen die Kunden, die Greenpeace geschickt an der Hand nimmt: "Wir Apple-Fans müssen ein neues, cooles Produkt verlangen: einen grüneren Apple."

Bereits vor eine Monat ging die Nachricht um die Welt: Greenpeace hatte Technik-Hersteller auf Umweltverträglichkeit getestet und Apple auf den elften von 14 Rängen verwiesen. Hauptkritikpunkte waren die schlechte oder nicht umgesetzte Rücknahme von Altgeräten, außerdem verwende Apple bei der Herstellung noch immer Stoffe wie PVC und BFR (Bromine Fire Retardant), auf die Konkurrenten bereits verzichteten. Jetzt aber legt Greenpeace massiv nach und zerrt den Mac-Hersteller in den Mittelpunkt einer Kampagne. Die Internetseite, die Greenpeace dazu online gestellt hat, ist eine Parodie auf Apples eigenen Internetauftritt. Die Umweltschützer haben Designelemente übernommen, Symbole umgearbeitet und mit neuen Bedeutungungen belegt: So sollte die Bezeichnung "iLife" Sinnbild für den Schutz des Lebens auf der Erde sein, aus den grünen Pfeilen des iPod shuffle machen die Umweltschützer einen Recycling-Kreis. Die Macher der Kampagne kennen sich am Mac aus und rufen zum "Alt-Apple-Escape" auf, mit dieser Tastenkombination lassen sich unter Mac OS X "Programme sofort beenden": Apple soll keine Wegwerf-Produkte entwickeln und Müll zurücknehmen sowie bei Produktion und Entsorgung Schadstoffe vermeiden.

Info: Greenpeace

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