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iTunes: Beyonce-Album & 59 alte Beatles-Aufnahmen

16.12.2013 | 10:30 Uhr |

Trotz dem Trend zum Streamen von Musik hält iTunes seine Download-Umsätze mit Exklusiv-Material im grünen Bereich.

Während in der Musikindustrie der Trend zunehmend zum Streamen statt Herunterladen geht, gibt es für Letzteres immer noch einige Überraschungen. Am vergangenen Freitag hat Beyoncé überraschend ein neues Album exklusiv in iTunes veröffentlicht: 14 Titel mit 18 Musikvideos und einer digitalen Broschüre mit Beschreibung ihres Projektes. Die Lieder sind nicht einzeln erhältlich, sondern können nur als komplettes Album gekauft werden. In einer Pressemitteilung sagte Beyoncé, dass sie ihr neues Album nicht wie die Vorgänger freigeben wollte, sondern mit iTunes auf direkte Kommunikation mit ihren Fans setzt. Das Album war spontan so beliebt, dass am ersten Tag die iTunes-Server nicht mit dem Bedarf mithalten konnten und für kurze Zeit nicht erreichbar waren. Seth Schachner, eine Musikindustrie-Analyst bei Strat Americas bestätigt, dass iTunes immer noch die ideale Plattform zum Ausprobieren von neuen Verkaufsstrategien ist.

Beyoncés neues Album kam nur wenige Tage vor der angekündigten Freigabe von 59 alten Beatles-Aufnahmen, die bisher, wenn überhaupt, dann nur als illegale Konzertmitschnitte verfügbar waren. Apple bestätigte in einer Pressemitteilung, dass am kommenden Dienstag, den 17. Dezember, digitale Versionen von einer Reihe von Demo-Bändern, Bootlegs, oder Live-Sendungen des BBC-RTadio in iTunes freigegeben werden. The Guardian vermutet, dass Apple zur Veröffentlichung gezwungen ist, um die Rechte an dem Material nicht zu verlieren. Auf jeden Fall wird auch Dienstag einen weiteren Umsatzaufschwung für iTunes einleiten.

Auch das jährliche, einen Monat lange iTunes-Festival hat die Umsätze gestärkt. Die Konzertreihe in London wurde über den iTunes Store und Apple TV live gestreamt und anschließend als Mitschnitte im iTunes Store verkauft. Schachner schätzt, dass Apples Stärke im Musik-Download nicht zuletzt auf seine Kundendatenbank mit über 500 Millionen registrierten Kreditkarten basiert. Aber er erwartet, dass auch Apple dem allgemeinen Trend folgt und sich zunehmend auf Musik-Streaming verlegen wird.

Apple hat in 2013 hat seinen Musik-Stream-Dienst iRadio gestartet, aber nach sechs Monaten hat sich das Angebot kaum gegen de etablierte Konkurrenz durchgesetzt. CEO Tim Cook meldete im Oktober, dass über iRadio eine Milliarde Titel an zwanzig Millionen Kunden gestreamt wurden; aber im gleichen Zeitraum gingen weltweit insgesamt 51 Milliarden Songs über alle anderen Stream-Dienste.

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