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iTunes-Disput: NBC Universal gibt Contra

04.09.2007 | 10:06 Uhr |

Apple bietet keine neuen TV-Shows des Netzes NBC Universal mehr an, den im Dezember auslaufenden Vertrag hat der Medienkonzern nicht verlängert.

Über die Gründe der Scheidung sind die künftigen Ex-Partner geteilter Meinung. Während Apple behauptet, NBC hätte eine Verdoppelung der Preise und effektiv Kosten von 4,99 US-Dollar pro Folge verlangt, widerspricht der Fernsehsender nun in einer Presseerklärung. "Wir haben niemals eine Verdoppelung der Preise gefordert", heißt es da. In Wahrheit habe NBC eine Flexibilisierung der Preise gewünscht, um etwa Pakete aus Shows zu packen, die "unsere Inhalte für den Zuseher attraktiver gemacht hätten." Die Vizepräsidentin der Unternehmenskommunikation Cory Shields zeigt sich enttäuscht darüber, kein Ergebnis in den Verhandlungen mit iTunes erzielt zu haben und hofft, noch vor Ende der Vereinbarung im Dezember dies ändern zu können. Ob die Parteien aber noch einmal an den Verhandlungstisch zurückkehren, darf bezweifelt werden, der Ton der Auseinandersetzung wird schärfer. Apples Preismodell sei darauf ausgerichtet, seine Hardware für Käufer attraktiver zu machen, was jedoch zu Lasten der Produzenten der Inhalte ginge, mit denen iPod-Anwender ihre Player füllen. NBC Universal geht sogar soweit, iPodbenutzer als "Diebe" abzustempeln. Apple habe es versäumt, ausreichende Maßnahmen gegen Piraterie durchzusetzen, "der typische iPod enthält eine signifikante Anzahl illegal herunter geladener Dateien." Sieht nicht so aus, als ob NBC und Apple in der Causa iTunes noch einmal miteinander verhandeln...

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