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iTunes-Dominanz: Creative gibt bei AAC klein bei

29.08.2007 | 16:38 Uhr |

Die Apple-Dominanz im Musik-Markt zwingt alternative Playeranbieter zum Strategiewechsel. So hat Creative jetzt seinen ersten Zen-Player angekündigt, der neben den schon bisher unterstützten Formaten WMA und MP3 auch das von iTunes verwendete Audioformat AAC abspielen kann.

"In der Öffentlichkeit ist das Format AAC immer noch nicht so bekannt. Viele Leute glauben sogar, dass AAC für Apple Audio Coding steht", sagt Gerd Brohasga vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) im Gespräch mit Pressetext. In Wahrheit steht die Abkürzung für „Advanced Audio Coding“ und wurde vom Fraunhofer Institut in Zusammenarbeit mit Industrie- und Forschungspartnern entwickelt. Den derzeitigen Siegeszug verdankt das Format neben seiner effizienten und leistungsfähigen Kodierungstechnologie vor allem auch der Entscheidung Apples, AAC als Standardformat für iTunes zu verwenden.

Der Vorteil des Formats gegenüber der herkömmlichen MP3-Umwandlung von Musikstücken, nämlich das Erzielen einer höheren Audio-Qualität bei geringerer Speicherplatznutzung, hat sich durch den Speicher-Preisverfall der vergangenen Monate und Jahre relativiert. Gleichzeitig findet das Format aber immer mehr im Live-Streaming-Bereich von Audio- und Videodateien Verwendung. "Gerade beim digitalen Radio-Streaming, aber auch bei Telefon-Videokonferenzen spielt AAC eine federführende Rolle", so Brohasga weiter.

Während Handyhersteller wie Sony Ericsson und Nokia schon seit längerer Zeit das Abspielen von AAC-Songs unterstützen, sah die bisherige Strategie der iPod-Konkurrenten vor, das von Apple favorisierte Format nicht für die eigenen Geräte zu berücksichtigen. Mit Creative hat nun ein großer Hersteller erstmals seine Strategie gewechselt. Der Player soll Musikstücke, die von einer CD mit Hilfe von iTunes gerippt wurden, sowie Titel aus dem iTunes Store ohne Kopierschutz (iTunes Plus) abspielen.

Der neue Zen-Player soll schon im September in drei Varianten mit vier, acht bzw. 16 Gigabyte Flashspeicher verfügbar sein. Beim Display des scheckkartengroßen Geräts kommt ein 2,5-Zoll-Display mit einer maximalen Auflösung von 320x240 Pixel zum Einsatz. Die Preise bewegen sich zwischen 160 Euro für das Einstiegsmodell und 300 Euro für die 16-GB-Version. (pte/mst)

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