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"Das ist erst der Anfang"

16.04.2009 | 13:30 Uhr |

Apple startet in Deutschland mit Film-Downloads. Im Interview mit Macwelt.de erklärt Apple-Manager Oliver Schusser, was so lange gedauert hat und warum es Filme immer noch nur mit Kopierschutz gibt

Oliver Schusser
Vergrößern Oliver Schusser

Macwelt: Herzlichen Glückwunsch zum Start der Film-Downloads auf iTunes. In den USA gibt es das Angebot allerdings schon seit zweieinhalb Jahren. Was hat so lange gedauert?

Schusser: Das stimmt so nicht ganz. In den USA hatten wir den großen Launch mit allen wichtigen Studios Anfang 2008, in Großbritannien letzten Sommer. Von daher liegen wir ganz gut in der Zeit. Sie müssen bedenken, dass wir für alle Filme die Rechte für Deutschland neu aushandeln mussten. Hinzu kommt die Aufbereitung der Filme und das Einpflegen in den Store. Unsere Filme liegen ja in deutscher Sprache und zum großen Teil parallel in der Originalversion vor. Das braucht halt alles etwas Zeit.

Macwelt: In Deutschland gehen Sie mit 500 Titeln an den Start, andere wie Videoload haben da mehr zu bieten.

Schusser: 500 ist eine gute Zahl für den Anfang, in den USA und in Großbritannien haben wir ebenso gestartet. In den USA verfügen wir mittlerweile über 5000 Titel - und das nach nur einem Jahr. Sie sehen also, auch hier haben wir noch Pläne und nachdem wir jetzt live sind, können wir richtig loslegen.

Nutzer sind Video-Kopierschutz gewohnt

Macwelt: Steve Jobs persönlich hat lange daran gearbeitet, Musik ohne Kopierschutz (DRM) in iTunes anbieten zu dürfen. Sein Argument war stets, dass dies kundenfreundlicher sei. Seit 1. April ist alle Musik in iTunes ohne Kopierschutz verfügbar. Bei Filmen sieht das ganz anders aus, warum?

Schusser: Historisch ist die Situation eine andere. Audio-CDs hatten nie einen Kopierschutz, die Kunden sind es gewohnt, mit ihren Audio-CDs frei umgehen zu können. Bei Video-DVDs ist das anders, diese waren von Beginn an mit einem Kopierschutz versehen, das ist also so gelernt. Wir haben stets betont, dass wir bei iTunes die gleiche Funktionalität wünschen wie bei physikalischen Datenträgern.

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