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iTunes Music Store ist heute 13 Jahre alt

28.04.2016 | 10:05 Uhr |

Sprich, wenn es eine Person wäre, könnte sie sich erst heute im eigenen Store legal anmelden (Siehe Apples Richtlinien).

Heute vor 13 Jahren eröffnete der iTunes Music Store als eines der ersten Angebote für legale Musikdownloads. Von Anfang an seien nicht die Angebote von Napster (in der legalisierten Fassung...), Real Networks oder der Telekom mit Musicload die Konkurrenten gewesen, betonte Apple damals, sondern die Musikpiraten, die über Napster (in der ursprünglichen Fassung...) oder Limewire munter die Inhalte der auf den Computer kopierten, CDs austauschten.

Die Musikindustrie und unabhängige Künstler hatten sich lange dagegen gesträubt, am Ende aber doch den Kaufdownload als einen neuen Vertriebsweg erkannt, der zudem geringere Produktionskosten mit sich bringt. Der Weg zur Musikflatrate – einmal bezahlen und dann alles per Stream bekommen, was einem passt – war dann auch nicht mehr weit.

Lukrativ ist das Streaming aber vor allem für Anbieter wie Apple und Spotify, auch für die großen Musikkonzerne, weniger für die Künstler. Nur in Ausnahmefällen nehmen Leute wie Taylor Swift über den Stream viel Geld ein – Downloads und CDs hätten sie aber genau so gut verkauft. Ganz eigen in Sachen Streaming war der in der letzten Woche überraschend verstorbene Prince: Nur bei Jay-Z's Dienst Tidal ist sein Werk im Abo zu hören, bei Apple muss man für jedes Album zahlen. Für fast jedes. Denn das Album, das sich nun bedauerlicher Weise als letztes Werk des Musikgenies herausstellt, ist seit kurzem per Stream zu haben: Hitnrun, Phase Two. Wir hätten ihn gerne noch gefragt, warum dieses und nicht die anderen und ob die auch noch kommen. Vielleicht war es einfach ein Experiment, mit der Prince seine eigene These, mit Streaming werde kein Künstler reich, sondern nur Apple, auf den Prüfstand stellen wollte. Womöglich behandelt Apple seine Künstler ja auch besser als es die Konkurrenz tut. Das wäre ja mal ein Thema für den nächsten Supplier Responsibility Report.

Erfolgsgeschichte iTunes Music Store

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