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Ping wird am 30. September abgeschaltet

14.09.2012 | 10:08 Uhr |

Während der Keynote am Mittwochabend hat Apple eine neue Version von iTunes vorgestellt. Das Update auf iTunes 10.7 ist bereits da, die elfte Version kommt am 1. Oktober.

Eine Neuerung bedeutet nicht nur das Hinzufügen von zusätzlichen Funktionen, sondern auch das Abschaffen unnützer Altlasten. Ungefähr so dachte Apple wohl bei der iTunes-Überarbeitung und schaltet das soziale Netzwerk Ping am 30. September ab.

Ping wurde zusammen mit iTunes 10 am 1. September 2010 vorgestellt. Gedacht war die Neuerung als ein soziales Musikforum für Fans und Musiker. Letztere konnten neben Titeln und Alben im iTunes Store exklusive Inhalte im Netzwerk teilen. Als Fan konnte man einem Künstler folgen, den anderen Teilnehmern Musikstücke empfehlen et cetera. Gleich nach seinem Start sah es noch so aus, als würde der Facebook-Twitter-Mischling von Apple ein Erfolg werden: Nach nur 48 Stunden hatten sich dort eine Million Nutzer angemeldet . Im Dezember 2010 wurde auf Ping ein exklusiver Song des verstorbenen Pop-Königs Michael Jackson veröffentlicht.

Für kurzen Aufruhr sorgte noch die Nachricht , dass Facebook die Ping-Statusmeldungen in den Nutzer-Profilen blockiert. Als Grund wurden die hohen Server-Lasten durch die häufigen Abfragen seitens Ping genannt. Wahrscheinlicher ist aber, dass Facebook früh genug einen Konkurrenten erkannt hatte und nicht als kostenlose Marketing-Plattform für iTunes-Titel dienen wollte. Danach wurde es verdächtig still um Apples soziales Musiknetzwerk. Mit jedem Update auf das neue Betriebssystem kamen mehr Schnittstellen zu Twitter und Facebook. Auf der Konferenz D10 im Mai dieses Jahres gab Tim Cook zu, dass Apple sich demnächst mehr auf die Zusammenarbeit mit den großen sozialen Plattformen konzentriere und nicht an einem eigenen Netzwerk basteln werde.

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