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iTunes-Sammelklage gegen Apple kommt vor Gericht

02.12.2014 | 10:00 Uhr |

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam: Eine 2005 gegen Apple eingereichte Sammelklage um den damaligen Kopierschutz in iTunes wird nun endlich verhandelt.

Der Kopierschutz, den Apple anfangs im iTunes Music Store anwandte, ist längst passé. Zum Start des Angebotes durfte jeder Käufer seine Downloads nur auf fünf Rechnern und beliebig vielen iPods hören. Wiedergabelisten konnte man nur in begrenzter Anzahl auf CD brennen. In Folge des offenen Briefs "Gedanken über Musik" von Steve Jobs bieten Apple und die Plattenfirmen Musik seit dem Jahr 2007 ohne Kopierschutz im iTunes Store an, iTunes spricht jedoch weiterhin direkt nur mit Apple-Geräten.

Im Jahr 2005 war unter anderem Stein des Anstoßes, dass Kunden des iTunes Store keine freie Wahl bei den Abspielgeräten hatten, in Folge dessen reichte die Organisation Apple iPod Antritrus Litigation eine Sammelklage gegen den Anbieter ein. Diese steht in dieser Woche endlich zur Verhandlung. trotz des längst erledigten Casus geht es immerhin um 350 Millionen US-Dollar Schadensersatz, den Apple den Klägern zahlen soll. Der Vorwurf: Apple habe mit seinem "Fair Play" genannten DRM die Musikkäufer unerlaubt eingeschränkt, zudem längst vergessene Konkurrenten wie Napster, Buy.com, Music Rebellion oder Audio Lunch Box behindert, ebenso Hersteller von Abspielgeräten wie Gateway, Epson, RCA oder e.Digital.

Apples Gebaren mit seinem digitalen Musikvertrieb wäre ja so, heißt es in der Klageschrift, als würde der CD-Händler Tower Records bei ihm gekaufte CDs nur auf bei ihm gekauften CD-Playern abspielen lassen. Tower Records ist längst vom Markt verschwunden. Einer der wichtigsten Zeigen kann leider auch nicht mehr selbst aussagen: Steve Jobs. Der verstorbene CEO soll jedoch schon vor Jahren seine Ansichten zu dem Fall in einer Videovernehmung zu Protokoll gegeben haben.

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