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iTunes-Songs kosten weiterhin 99 Cent

02.05.2006 | 12:36 Uhr |

Apple hat im Streit mit der Musikindustrie um die Preise für Downloads aus dem iTunes Music Store die Oberhand behalten, berichtet die Financial Times.

Apple habe sich mit den vier Musikriesen Universal, Sony BMG, Time Warner und EMI auf neue Verträge geeinigt, in denen weiterhin der Einheitspreis von 99 Cent für einzelne Songs festgeschrieben ist. Über die Laufzeit der Verträge gibt die Zeitung keine Auskunft. Die Verhandlungen darüber hatten sich über Monate hingezogen, in denen die Musikindustrie wiederholt eine Anhebung und eine Staffelung der Preise gefordert hatte. Steve Jobs hatte die großen Plattenfirmen dabei als "gierig" bezeichnet. Nach Zahlen der Marktforscher von Nielsen Soundscan nimmt die Bedeutung von Downloads immer mehr zu: Im vergangen Jahr stieg die Zahl von Verkäufen um 194 Prozent auf 352 Millionen Songs an. Der iTunes Music Store hält dabei einen Marktanteil von 80 Prozent.

Die Preisdiskussion erhält jedoch Nahrung aus neuer Quelle. Gegen Sony BMG, einen ist eine Sammelklage wegen zu geringer Lizenzgebühren an Musiker eingegangen. Angestrengt haben die Klage Mitglieder der Allmann Brothers und die Rockband Cheap Trick. Für jeden Song, der im iTunes Msuic Store und bei der Konkurrenz typischerweise 99 Cent kostet, führe Sony nur 4,5 Cent an die Künstler ab. Diese halten jedoch 30 Cent für ihnen zustehenden Betrag. Eine Lücke in den Verträgen der Plattenfirma mit ihren Künstlern ermögliche erst die speziellen Rabatte für Musik, die mit neuer Technolgie verkauft werde. Der Cheap-Trick-Manager Dave Frey fordert, dass Musiker sich gegen die bisherige Praxis wehren sollen, um eine zukünftige Regelung für die Aufteilung von Einnahmen zu finden.

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