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iTunes Store: Filme für ein regnerisches Wochenende

17.07.2009 | 13:22 Uhr |

Der Sommer macht an diesem Wochenende eine - hoffentlich nur kurze - Pause. Für Daheimbleibende haben wir ein paar Vorschläge für den Videoabend mit neuen Filmen aus dem iTunes Store.

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The Spirit: Der von den Toten als praktisch unverwundbar wieder auferstandener Cop Denny Colt lebt im Verborgenen. Als "The Spirit", gewissermaßen die Seele, kümmert er sich um "seine" Stadt, Central City. Wie die meisten anderen Superhelden auch bekämpft er das Verbrechen, das in dieser Stadt vom fiesen Dr. Octopus angeführt wird. Die beiden Antagonisten empfinden einen tiefen Hass füreinander, doch können sie offenbar auch nicht ohne einander. Doch es gibt noch andere, so zum Beispiel die hübsche, mysteriöse Sand Saref. Sie alle sind auf der Jagd nach zwei Kisten mit sagenumwobenem Inhalt, Utensilien, die unglaubliche Macht verleihen sollen. Die überaus atmosphärische Inszenierung der berühmten Graphic Novel von Will Eisner durch Frank Miller ("300") erinnert optisch stark an dessen "Sin City". Der Film ist ein Augenschmaus für Spirit-Fans, aber auch weitestgehend für Nicht-Kenner geeignet.

Film kaufen: 13,99 Euro

Goodbye Lenin: Im Ostberlin des Jahres 1989 fällt Alex’ Mutter, eine glühende Sozialistin, ins Koma und verpasst so den Mauerfall. Als sie wieder erwacht, gibt es de facto keinen sozialistischen Bauernstaat mehr, der Westen hat überall Einzug gehalten. Um ihre fragile Gesundheit nicht weiter zu belasten, führt Alex zusammen mit einigen Freunden seiner bettlägerigen Mutter eine Scharade vor: Sie tun alle einfach so, als hätte die Wende nie stattgefunden. Doch mit der überall massiv voranschreitenden Verwestlichung ist das gar nicht so einfach. Nicht mal Spreewaldgurken gibt es oder Ost-Fernsehen. Die bittersüße Komödie über die Wende ist ein gutes Beispiel für einen rundum gelungenen deutschen Film. Filme wie dieser, aber auch "Herr Lehmann", "NVA" und "Sonnenallee" arbeiten das harte Thema der Wende komödiantisch auf. Sehr empfehlenswert!

Film kaufen: 7,99 Euro, Film leihen: 2,99 Euro

Inside Man: Der Bankraub ist ein beliebtes, viel variiertes Thema für große Kinofilme. Mit "Inside Man" versuchte sich Spike Lee an diesem Mainstream-Genre, und das durchaus erfolgreich. Natürlich soll hier nicht verraten werden, was genau der Trick in diesem Film ist. Doch der Konflikt besteht darin, dass Meisterdieb Dalton Russel gegen den Meisterpolizist Frazier spielt. Clive Owen und Denzel Washington gegeneinander ist schon mal spannend für sich, doch dass auch noch Jodie Foster mitmischt, macht den Film zum Pflichtprogramm. Großartiger Bruch-Film in ungewohnter Hochglanz-Optik.

Film kaufen: 7,99 Euro, Film leihen: 2,99 Euro

Baby Mama: Die vom späten Kinderwunsch getriebene, aber leider unfruchtbare Kate entscheidet sich für Kind und Karriere. Während sie selbst als Managerin einer Ökoladenkette Planung und Bau der bisher größten Filiale stemmen muss, trägt derweil die umtriebige Angie Kates Eizelle aus. Die wurde auch noch von einem Spender befruchtet, denn Kate ist zu "busy" für einen Mann und die Liebe. Während Kate ein karriereorientierter Management-Junkie ist, und durch die Arbeit in der Ökokette auch noch auf den Biotrichter gekommen ist, sitzt mit Angie eine nicht besonders weit voraus denkende, nur ein oder zwei Stufen über dem White Trash stehende, eher einfach gestrickte Opportunistin in Kates Wohnung - denn ein Streit mit ihrem Freund führte dazu, dass Angie sich trotz Schwangerschaft eine neue Bleibe suchen musste. Herrlich zynische und gesellschaftskritische Komödie mit Tina Fey, Sigourney Weaver, Greg Kinnear und nicht zuletzt Steve Martin in einer netten Nebenrolle. Nicht der beste Film aller Zeiten, doch erfrischend unseichtes Spaßkino zum Thema Kinderwunsch.

Film kaufen: 13,99 Euro, Film leihen: 3,99 Euro

Per Anhalter durch die Galaxis: Wer die fünfteilige Trilogie "The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy" nie gelesen (bzw. das zugrundeliegende Hörspiel nie gehört) hat, ist arm dran. Nicht nur kapieren diese bemitleidenswerten Zeitgenossen Insidergags wie 42, die Bedeutung von Mäusen oder das Problem-anderer-Leute-Feld nicht, sie haben auch keine Ahnung, was genau ein Babelfisch ist oder wie man das Fliegen ganz einfach erlernen kann. Dies ist der erneute Versuch, das überaus kreative und maximal vielschichtige Universum des Anhalters zu verfilmen. Es macht keinen Sinn, die Handlung auch nur ansatzweise wiedergeben zu wollen. Der Leser dieser Zeilen sollte jedoch wissen, dass sich die Verfilmung erstaunlich nah am Buch hält (auch wenn Puristen hier widersprechen mögen) und dass der Film unheimlich Spaß macht, leider aber auch mittendrin aufhört. Ansehen sollte man ihn wirklich nur, wenn man die Bücher schon gelesen hat, sonst verpasst man einen unendlich kreativ-faszinierenden Leseritt. Zum Glück gibt es die schöne Gesamtausgabe noch bei Zweitausendeins zum Sparpreis. Dort kann man übrigens auch mit Ningi bezahlen, sofern man gerade ein paar Münzen dieser Währung herumliegen hat. Zum Filmgenuss reicht man natürlich den Pangalaktischen Donnergurgler oder auch nur einen Gin Tonic, zumindest einen irdischen.

Film kaufen: 7,99 Euro

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