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iTunes auch in Deutschland in der Kritik

13.07.2006 | 10:23 Uhr |

Nach Informationen des Tagesspiegels steht der iTunes Music Store jetzt auch in Deutschland in der Kritik. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) habe den Musikservice wegen seiner Lizenzbestimmungen abgemahnt.

Die Verbraucherschützer kritisieren, dass Musikstücke ohne Zwischenschritte nur auf einem iPod abzuspielen sind. Gleichzeitig halte Apple sich das Recht vor, die Nutzungsbedingungen des Music Stores jederzeit zu ändern. „Die Bedingungen für den Download sind eine Zumutung für die Nutzer und verstoßen gegen deutsches Verbraucherrecht“, sagte der stellvertretende vzbv-Vorstand von Braunmühl in einem Interview.

Ändere Apple die kritisierten Punkte nicht, werde der Verband klagen, so von Braunmühl. Apple Deutschland hat in einer ersten Stellungnahme die Kritik zurückgewiesen. „Jeder Song kostet 99 Cent“, sagte Apple-Sprecher Georg Albrecht. Das System sei einfach und erlaube es, einen Titel auf beliebig viele CDs zu brennen.

Auch in Schweden klagen Verbraucherschützer gegen die Nutzungsbedingungen des iTunes Music Store, erst vor kurzem hatte der schwedische Ombudsmann die Frist für eine Stellungnahme von Apple verlängert. Dänische und norwegische Verbraucherverbände hatten Apple ebenfalls aufgefordert, seine Bedingungen an nationales Recht anzupassen.

Der vzbv will Einzelheiten an diesem Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilen.

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