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iTunes ausgestrickst

17.01.2008 | 08:45 Uhr |

Mit der am Dienstag angekündigten neuen Firmware wird die Set-top-Box Apple TV erst so richtig attraktiv - allerdings nur für US-Amerikaner. Denn die bekommen nicht nur das Gerät günstiger, vor allem können sie auch die wichtigste neue Funktion bereits nutzen und sich den Weg in die Videothek sparen: Spielfilme lassen sich dort seit Steve Jobs' Keynote auch ausleihen. Wir haben uns mit Hilfe eines amerikanischen Accounts für den iTunes Store einen ersten Film ausgeliehen, an solch ein Konto zu kommen ist gar nicht schwer.

Ratatouille ist Pixars neuester Film und die erste Produktion, nachdem Steve Jobs ehemaliges Filmstudio an Disneys übergegangen ist. Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann entweder die nächste Videothek ansteuern oder in die USA auswandern, so zumindest die offizielle Ansage. Nur in Amerika darf er mit iTunes 7.6 bequem vor dem Computer sitzen bleiben, während dieser den Film herunterlädt, mit einem Apple TV braucht er in zwei Wochen nicht mal mehr das Wohnzimmer verlassen. Mit einem Trick allerdings können auch Europäer in den Genuss der englischsprachigen Videotitel zum Ausleihen kommen.  

Das Problem mit der Kreditkarte

Wer iTunes 7.6 bereits hat, der benötigt zum Ausleihen eines Films eigentlich nur noch eine Internetverbindung und das nötige Kleingeld. Das allerdings - Apple verlangt pro geliehenem Titel zwischen 2,99 und 3,99 US-Dollar - muss sich auf einem amerikanischen iTunes-Konto befinden. Und um solch eines anzulegen, benötigt man für gewöhnlich einen Wohnsitz in des USA und eine amerikanische Kreditkarte. Doch ein Weg führt an all diesen Hürden vorbei: Mit einer amerikanischen iTunes-Geschenkkarte und einer beliebigen amerikanischen Postadresse, die sich bequem aus dem Internet fischen lässt, kommt man auch ohne US-Kreditkarte in den Genuss all der Vorzüge des US-Stores. Zu denen gehört nicht nur die Möglichkeit, Filme zu mieten. Auf Grund des vorteilhaften Dollar-Wechselkurses ist der Einkauf dort ein doppeltes Vergnügen: Umgerechnet 67 Euro-Cent pro Musiktitel sind ein deutlicher Unterschied zu den deutschen Preisen.

Die Lösung: iTunes-Geschenkkarten aus den USA

Um an eine amerikanische iTunes-Geschenkkarte zu kommen, gibt es zwei Wege: Entweder man bringt sich vom Amerika-Urlaub eine mit oder lässt sie sich von Bekannten besorgen - oder aber man kauft sie sich auf eBay, dort stehen meist eine Menge entsprechender Angebote bereit. Oft lassen sie sich im Nu per Paypal bezahlen und der Anbieter versendet den Code zeitnah per E-Mail.

So geht's

Wer seinen Code einmal hat, der startet zunächst iTunes. Im iTunes Store scrollt er auf der Startseite ganz nach unten und wechselt in den US-Store. Schon lässt sich in der rechten Spalte unter Quick Links der Eintrag Redeem wählen. Erst nach Eingabe des Gutschein-Codes legt man einen neuen Account an, dafür verwendet man eine bislang noch mit keinem anderen iTunes-Account verbundene E-Mail-Adresse und eine beliebige amerikanische Postadresse. Diese allerdings sollte wirklich existieren, iTunes überprüft Postleitzahl, Vorwahl und andere Daten auf Übereinstimmung. Eine Kredikarte allerdings verlangt der Store nicht, sofern man sich an diesen Weg hält.  

Mit drei Klicks zum Film

Danach geht alles ganz schnell: Ein Klick auf Movies, ein Klick auf den gewünschten Film und schon erscheint die gewünschte Schaltfläche Rent movie. Wer auch darauf klickt, ist um 3,99 Dollar ärmer und findet den gewählten Titel schon bald später im Ordner Ausgeliehene Filme wieder. 30 Tage lang hat er dann Zeit, die Wiedergabe zu beginnen. Einmal gestartet, lässt sich jeder Titel 24 Stunden lang ansehen, dann verfällt der Zugang. Den Weg zurück in die Videothek spart man sich im Übrigen ebenfalls - und der ist nach einem entspannten Filmabend doch meist der schwierigste.

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