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iTunes für Windows ist Apples "Trojanisches Pferd"

10.10.2003 | 15:29 Uhr |

"Timeo Steve Jobs et ..." Diese Abwandlung der berühmten Warnung darf sich Bill Gates künftig über das Bett hängen: Wenn sich nämlich der Ausspruch von Apples Finanzchef Fred Anderson, der iPod sei nichts als ein "Trojanisches Pferd", mit dem sich Apple in die Herzen der Windows-Anwender einschleichen und diese zum Switch bewegen wolle, bewahrheitet, dann kommt Apple dieser Vision am 16. Oktober ein gutes Stück näher. An diesem Tag soll nämlich einem Bericht unserer Schwester-Site Mac Central zufolge offiziell iTunes für Windows präsentiert werden, womit dann auch Windows-Anwendern der Weg in Apples Music Store offen steht.

Schon seit Monaten geistern immer wieder Screenshots einer angeblichen Windows-Variante der Musiksoftware durchs Internet, die in der Redaktion jedoch regelmäßig als Photoshop-Montagen entlarvt wurden. Offenbar will Steve Jobs gleich nach der Verkündung der nächsten Quartalszahlen, die diesmal sicherlich noch von dem langen Warten auf die neue Hardware geprägt sein dürften, eine positive Nachricht nachlegen. Angesichts der eher niedrigen Gewinnspanne beim Online-Verkauf von Musik (nach Ansicht des US-Analysten Charles Wolf bleiben bei Apple maximal 10 US-Cent pro verkauftem Song hängen), dient die Öffnung des Music Store für den kompletten Markt wohl eher dem Prestige von Apple und als Eintrittskarte in die Windows-Welt. Noch hat Apple keine offizielle Ankündigung gemacht, nach dem Bericht von Mac Central soll die Ankündigung im kleinen Kreise und nur vor geladenen Gästen statt finden.

Info Apple Web www.apple.com

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