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iTunes fürs Küchenbuffet

21.03.2001 | 00:00 Uhr |

Der Mac ist nach Aussagen von Steve Jobs in Zusammenklang mit iTunes die ideale Jukebox. Wer aber ausser dem Abspielen von MP3-Dateien und -Streams nichts anderes von einem elektronischen Gerät erwartet, kann über die Anschaffung des Standalone-MP3-Radios von Kerbango nachdenken.

Wer gerade sein Eigenheim entwirft, sollte vorsorglich Netzwerkanschlüsse in Bad und Küche einplanen. Kerbango will in Kürze mit einem rechnerunabhängigen Radio auf den Markt kommen, das nicht nur Kurzwellen empfangen, sondern auch Audio-Ströme aus dem Internet abspielen kann.

Wie weiland Omas Nachkriegsradio strotzt das Internet Radio Model 100 E vor Drehknöpfen und knubbeligen Tasten. Im Inneren findet sich jedoch statt Röhren ein Power-PC von Motorola, der ein Hard Hat Linux antreibt. Auf diesem setzt ein Real Player auf, der neben den Klangformaten der Real-Codecs auch MP3-Streams lesen kann. Die Frequenzen liefert wie in Apples iTunes KTS, der Kerbango Tuning Service.

Das Radio ist ein willkommenes Marketing-Tool des Netzwerkhardwareherstellers 3Com, der offenbar die Datenbank seiner Tochter Kerbango als Standard-Äther für Internet-Radios etablieren möchte. Der Zugriff auf die Kerbango-Liste wird über Lizenzen vermarktet. Thompson Multimedia, unter anderem Hersteller des MP3-Players Lyra, hat bereits einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres wird man den bunten Klotz auch in Deutschland kaufen können. Erstmals zu sehen gibt es ihn auf dem Cebit-Stand von 3Com. lf

Info: Kerbango, Internet: www.kerbango.com

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