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EU-Kommission sieht Fortschritte bei paneuropäischem musikverkauf

27.05.2009 | 10:24 Uhr |

Der iTunes Store ist noch längst nicht in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verfügbar, bis dato scheiterte ein paneuropäisches Modell des Musikverkaufs an den nationalen Verwertungsgesellschaften, mit denen Apple Bedingungen für jedes Land einzeln aushandeln musste.

Serien im iTunes Store
Vergrößern Serien im iTunes Store

Die EU-Wettbewerbskommission hat daher im vergangenen Herbst die Verwertungsgesellschaften in die Pflicht genommen und Strafen wegen der Errichtung nationaler Monopole angedroht. Die in Frankreich tätige Agentur SACEM hat nun laut der Kommission zugestanden, ausländische Agenturen dazu zu berechtigen, die Werke französischer Künstler zu lizenzieren, was einen Fortschritt auf dem Weg zur Vereinheitlichung des Verkaufs in den Staaten der EU bedeute. Auch eine der großen vier Plattenfirmen, die britische EMI, soll nun bereit sein, ihren Katalog im EU-Wirtscahftsraum zu den gleichen Bedingungen und grenzüberschreitend zu verkaufen. Kommissarin Nellie Kroes erklärte: "Es besteht eine klare Bereitschaft wichtiger Akteure im europäischen Online-Musikgeschäft, die vielen Hürden zu beseitigen, die es dem Verbraucher heute noch nicht erlauben, die Möglichkeiten des Internets wirklich auszuschöpfen."

Im September 2008 hatte Apple-CEO Steve Jobs an einem von der Kommission initiierten runden Tisch teilgenommen, der die Probleme des paneuropäischen Marktes diskutierte. Neben Vertretern der Wettbewerbshüter und der Musikindustrie nahme seinerzeit auch der Rolling Stone Mick Jagger teil.

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