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iVolume: Der bessere Lautstärkeregler

30.04.2008 | 16:56 Uhr |

Gerade noch haben einem die Jungs von AC/DC ganz leise ins Ohr gesäuselt, da kreischt einen plötzlich die Netrebko an, dass es nur so splattatert. Wer Musikdateien aus unterschiedlichen Quellen sein Eigen nennt, der wird schon öfters erhebliche Unterschiede in der Lautstärke der einzelnen Titel festgestellt haben - gerade beim Musikhören können diese arg nerven.

Zwar kann iTunes die Lautstärke bei der Wiedergabe automatisch auf den gleichen Wert einstellen, besser allerdings beherrscht das die Software iVolume. Im Gegensatz zu Apples Software nämlich denkt sie mit.

"Titellautstärke wird festgestellt", meldet iTunes und überprüft im Hintergrund die Bibliothek. Wir haben in den Einstellungen im Reiter Wiedergabe ein Häkchen vor Lautstärke anpassen gesetzt und die Musikverwaltung rattert. Doch was passiert dabei genau? iTunes sucht in allen Liedern nach der lautesten Stelle und merkt sie sich. Alleine dieser Maximalwert wird zur Anpassung der Lautstärke herangezogen. : Diese Methode funktioniert nicht immer. Auf älteren CDs haben die Titel für gewöhnlich eine geringere durchschnittliche Lautstärke und halten einen Puffer für Peaks bereit, für selten auftretende Spitzenwerte. Bei neueren Aufnahmen hingegen liegt der Durchschnittswert deutlich näher am Maximum, bei gekauften Musikdateien ebenfalls. Zur Bestimmung der Lautstärke eines Liedes bezieht sich iVolume nicht auf die Peaks, sondern verwendet den "Replay Gain"-Algorhitmus, der eine Vielzahl von Werten einbezieht und der wahrgenommenen Durchschnittslautstärke damit am nächsten kommen soll. Die höchsten Peaks bezieht die Software dabei gar nicht ein. Ganz nebenbei löst die Verwendung von iVolume auch noch weitere Probleme: Ältere iTunes-Versionen haben die Lautstärke von AAC- und MP3-Dateien unterschiedlich bewertet und in vielen Bibliotheken sind diese falschen Werte bis heute gespeichert - iVolume überschreibt sie. Zudem weiß das Programm, wann Lieder einer unterbrechungsfreien CD ineinander übergehen und passt die Lautstärke dann durchgehend an. Der Haken: Mit gekauften DRM-geschützten Liedern funktioniert iVolume nicht. Die Software klinkt sich als Plug-in in iTunes ein und setzt dabei lediglich die iTunes-Version 4 voraus. Mit der Testversion lassen sich immer nur zehn Lieder auf einmal anpassen, die Vollversion der aktuellen Version 2.5.3 kostet 15 US-Dollar. Wer eine große Musikbibliothek sein Eigen nennt, der muss einiges an Zeit einplanen - schnell geht das Abhören der Lieder auch auf aktuellen Rechnern nicht über die Bühne.

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