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iWatch: Apple stellt Vertriebschef von TAG Heuer ein

07.07.2014 | 09:11 Uhr |

Die Abwerbung verstärkt die Gerüchte, dass die erwartete iWatch noch in 2014 auf den Markt kommt.

Die Nachricht sickerte zunächst in einem Interview von CMBC mit Jean-Claude Biver durch: Biver, Leiter der Uhrensparte des französischen Luxusgüterkonzern LVMH und verantwortlich für die Marken TAG Heuer und Zenith, bestätigte, dass Apple Ende Juni einen erfolgreich einen Vertriebschef abgeworben hat. 9to5Mac hakte nach und berichtete, dass es sich dabei um Patrick Pruniaux, Vizepräsident zuständig für globale Verkäufe bei TAG Heuer, handelt.

Biver gestand im Interview großzügig: „Wenn er zu unserer direkten Konkurrenz übergewechselt hätte, würde ich mich betrogen fühlen. Aber der Transfer zu Apple ist eine großartige Gelegenheit.“  Biver hatte sich bereits im März auf der Luxus-Uhrenmesse Baselworld in einem Interview mit CNBC zu Apples iWatch-Plänen geäußert. Damals antwortete er auf Berichte, dass Apple LVMH-Mitarbeiter abzuwerben versucht, um eine iWatch unter dem Gütezeichen „Schweizer Qualität“ zu vermarkten: „Apple ist nicht nur ein Hersteller, sondern eine Luxus-Marke. Es wäre ein genialer Schachzug von Apple, wenn Apple sein Luxus-Image mit einer Fertigung in der Schweiz ergänzt.“

Der Wechsel eines TAG-Heuer-Vertriebschefs könnte bedeuten, dass die erwartete Apple-iWatch schon bald in den Handel kommt. Bereits im Juni berichtete de Nachrichtenagentur Reuters, dass laut Apples Zulieferfirmen die Produktion für eine Smartwatch jetzt im Juli anläuft und im Oktober offiziell vorgestellt wird.

Völlig offen bleibt aber immer noch die Frage des Preises. Schweizer Luxus-Uhren kosten weitaus mehr, als ein Apple-Kunde für eine iWatch auszugeben plant. Auf der Torneau-Webseite starten die Tag-Heuer jenseits der 1000-Euro Marke. Die Preis-Erwartung der potentiellen Kunden hingegen liegt deutlich unterhalb des iPhones.

Der Einsatz von Apples Neuerwerb Patrick Pruniaux wird seine Erfahrung und Stärke in der iWatch-Werbung zeigen; er muss sein Zielpublikum überzeugen, warum in einem Zeitalter, in der jedes elektronische Gadget neben Zeitanzeige eine Reihen von Optionen anbietet, immer noch Platz und Bedarf für eine Armbanduhr besteht.

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