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iPad Pro soll ab 800 US-Dollar kosten

09.09.2015 | 10:48 Uhr |

Neues zum iPad Pro: Das Tablet mit 12-Zoll-Bildschirm kostet ab 800 US-Dollar aufwärts, hat aber mindestens 32 GB an Bord.

Update, 23. September: Mittlerweile haben wir einen Test des iPad Pro online.

Update, 10. September: Apple hat das iPad Pro nun offiziell vorgestellt. Alle Informationen zum iPAd Pro finden Sie hier .

Update, 7. September:  Apple meint es mit einem iPad Pro anscheinend ernst – womöglich stellen Tim Cook und Kollegen das Tablet im XL-Format doch schon heute vor. 9to5Mac will von seinen "informierten Quellen" schon eine Preisstaffelung und die für den integrierten Speicher erfahren haben . So soll das iPad Pro mit 32 GB, 64 GB und 128 GB Speicher in der Wi-Fi-Ausführung 799, 899 und 999 US-Dollar kosten. Die Versionen mit Mobilfunkoption kosten demnach jeweils 130 US-Dollar mehr. Das Spitzenmodell mit 128 GB und 4G-Funkchip wird mit 1299 US-Dollar also so viel kosten wie das kleinere Macbook mit seinen 256 GB Flash-Speicher. Den Eingabestift, der dank Force Touch respektive 3D Touch reagiert , soll es nur als (kostenpflichtiges) Extra geben. Zudem biete Apple eigens für das iPad Pro gestaltete Bluetooth-Tastaturen an, eine der Varianten diene auch als Schutzhülle. Nach wie vor gehen die Gerüchteköche von einer Markteinführung erst im November aus, erst ab Ende Oktober könne man das iPad Pro bei Apple bestellen. Als Betriebssystem werde Apple iOS 9.1 mitliefern, das gegenüber iOS 9 einige Änderungen speziell für das iPad Pro bringe. So könne man etwa im Split View (Querformat) zwei Apps in ihrer vollen (Hochformat-)Auflösung laufen lassen.

Update 3. September: Nun also doch, berichtet das in der Regel gut informierte Technikblog 9to5Mac unter Bezug auf "verlässliche Quellen": Das iPad Pro soll in diesem Herbst in den Handel kommen. Apple werde die für den 9. September in San Francisco unter dem Motto "Siri, give us a hint" angesetzte Keynote zur Vorstellung des 12-Zoll-Tablets für das Business nutzen. In die Läden käme es demnach aber erst später, nicht vor November. So lasse es sich ab Oktober überhaupt erst vorbestellen. Warum dann Apple schon im September ein neues iPad zeigen soll, bleibt rätselhaft. Schließlich wird Apple ausreichend Zeit verbringen müssen, um die Vorzüge der neuen iPhone-Reihe hervorzuheben und seine Pläne bezüglich Apple TV zu erklären. Den Rest der Keynote dürften Erklärungen zu iOS 9, Watch OS 2 , dem neuen Konzept für Apple Stores und diverse Updates zu Produktverkäufen ausmachen. Man sollte zwar nicht den Fehler machen, aus der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, doch hat sich Apple in den letzten Jahren in einen Rhythmus eingependelt, der auch 2015 passen könnte: Neue iPhones im September, neue iPads und Macs im Oktober.

Was für eine Vorstellung eines iPad Pro schon nächste Woche spräche, während allenfalls die Tatsache, dass Apple in Sachen iPad sonst nicht viel zu zeigen hätte: Angeblich soll lediglich noch ein iPad Mini 4 als ein auf 7,9 Zoll geschrumpftes iPad Air 2 auf dem Plan stehen. Das iPad mit 10 Zoll Diagonale werde Apple heuer bei der Aktualisierung übergehen. Auch bei den Macs wird es höchstens Upgrades hinsichtlich des Prozessors geben (Skylake), ob das aber für eine eigene Keynote reicht?

Apple hat für die Keynote nächste Woche erstmals das Bill Graham Auditorium in San Francisco gebucht, in das 7.000 Zuschauer passen.

Update 20. Juli : Von der Vorstellung, Apple werde noch in diesem Jahr ein iPad Pro mit 12-Zoll-Bildschirm herausbringen, kann man sich wohl allmählich verabschieden. Der in der Regel dank seiner Kontakte zu Auftragsfertigern gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities hat in seiner jüngsten Analyse von Apples Geschäften ein größeres Modell gar nicht erwähnt. Stattdessen rechnet er mit einer neuen Version des iPad Mini, das eine verkleinerte Version des iPad Air 2 sein soll. Ein neues iPad-Modell mit 10-Zoll-Bildschirm hat Kuo gar nicht erwähnt, behält er Recht, würde Apple das heuer einfach auslassen. Vom Business-iPad ist bei Kuo schon gar nicht mehr die Rede - die im Winter in der Lieferkette aufgespürten Displays - bisher einziges Indiz für ein großes iPad - waren wohl niemals anders als für das 12-Zoll-Macbook gedacht.

Update 13. Juli: Die taiwanische Webseite Digitimes behauptet, Apple starte nun mit den Produktionsbestellungen des größeren iPad Pro. Das neue Produkt sollte Mitte November auf den Markt kommen. Dazu sei Apple sehr vorsichtig im Hinblick auf das neue Produkt, so dass die erste Charge eher kleiner ausfallen würde, als die meisten Analysten bisher vermuteten. 

Wir halten diese Gerüchte für sehr unwahrscheinlich. Zum Einen ist Digitimes als Quelle unzuverlässig. In einer Gerüchte-Retrospektive zum iPhone 6 hat sich der ehemalige TUAW-Redakteur Chris Rowson Mühe gemacht und alle iPhone-6-Gerüchte auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft . Die Treffer-Quote für Digitimes war 0%. Zudem ist der Zeitpunkt für ein neues iPad sehr ungewöhnlich. Apple veranstaltet seine iPad-Keynotes meistens in der dritten Oktoberwoche , fast gleich danach sind die neuen Modelle auf dem Markt verfügbar. Die Veröffentlichungstermine sind an die stärkste Verkaufssaison vor Weihnachten angepasst, Mitte November ist hierfür fast schon zu spät. 

Zum Anderen ist das Mantra, dass die herkömmlichen iPads nicht so richtig für die Business-Einsätze geeignet sind, zum größten Teil falsch. Erst heute (am 13. Juli) hat die größte russische Staatsbank Sberbank eine Einkaufsrunde für 10.380 iPad Air 2 mit 16 GB Speicherplatz für die eigenen Berater ausgerufen. 

Seit mehr als einem Jahr geistern durch die Presse Gerüchte über ein iPad Pro, also ein iPad mit 12-Zoll-Bildschirm und weiteren Ausstattungsmerkmalen, die man bei den kleineren Tablets nicht findet. Analysten und Experten glauben, Apple müsse unbedingt mit seinem Tablet stärker in den Business-Bereich vordringen. Die aktuellen iPads seien aber zu klein für viele Einsatzzwecke im Geschäftsalltag, deswegen muss ein größeres Modell her. Die Verkaufszahlen des iPad stehen zudem unter Druck, seit fünf Quartalen entwickeln sie sich rückläufig gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.

Rückläufig: Seit mittlerweile fünf Quartalen verkauft Apple weniger iPads als im jeweiligen Vorjahresquartal. Das hat sich wohl auch im Q3 von Apple Geschäftsjahr 2014/15 nicht geändert.
Vergrößern Rückläufig: Seit mittlerweile fünf Quartalen verkauft Apple weniger iPads als im jeweiligen Vorjahresquartal. Das hat sich wohl auch im Q3 von Apple Geschäftsjahr 2014/15 nicht geändert.

Größe

Als eine mögliche Größe wurde in mehreren Quellen die Bildschirmdiagonale von 12,2 oder gar 12,9 Zoll genannt. Mit der Retina-Auflösung sollte solch ein Bildschirm dann 2.732 × 2.048 Pixel bringen.

Diese Maße sind aber noch etwas spekulativ. Ein taiwanischer Entwickler hat im iOS-9-Code neue Pixel-Angaben für das Tastatur-Layout gefunden. Daraus hat er prompt geschlossen, dass diese Tastatur-Layouts für das neue Modell gemacht sind.

Seit spätestens der WWDC 2015 wissen wir aber, dass Apple mit iOS 9 zusätzliche Bearbeitungsfunktionen wie Split View etc. auf das iPad bringen will. Ob jetzt immer noch ein extra großes Modell nötig ist, ist fraglich.

Das japanische Magazin Mac Fan hat noch im November 2014 behauptet, im Besitz von Blaupausen des neuen iPad Pro zu sein. Demnach sind die kolportierten Maße des neuen iPads 30,5 x 22,1 x 0,7 Zentimeter.

Das neue Gerät würde sich aber fast genau mit dem aktuellen Macbook decken, das trotz der Tastatur noch etwas kleiner ausfällt: 28 x 20 x 1,31. Es ist durchaus denkbar, dass die gesamte Gerüchteküche einem Irrtum aufgesessen ist und das 12-Zoll-Macbook schlicht für ein großes iPad gehalten hat.

Verfügbarkeit und Preis

Die Gerüchte aus dem letzten Jahr haben sich bislang nicht bewahrheitet. Die meisten haben auf die Veröffentlichung während der WWDC 2015 gewartet. Sie ist nun vorbei, deswegen spekuliert man nun auf Ende 2015. Im Herbst pflegt Apple eine Extra-Keynote für die iPads und weitere Hardware zu veranstaltet, deswegen ist Oktober 2015 der heißeste Kandidat für die Vorstellung der nächsten iPad-Generationen - inklusive iPad Pro.

Das iPad Pro würde in der Preispalette der Produkte im Apple Store nur eine sehr kleine Lücke finden, wenn überhaupt. Das größte iPad Air 2 mit 128 GB kostet derzeit 809 Euro, das billigste Macbook Air 999 Euro. In diese Spanne müsste dann das neue iPad Pro passen, wohl mit 899 Euro als Einstiegspreis. Kaum vorstellbar, dass ein für das Business konzipiertes Gerät in der Grundausstattung nur mit 16 GB Speicher käme wie die anderen iPad-Modelle auch.

Ein großes iPad würde zweifelsohne die Verkäufe von Macbook und Macbook Air schädigen, mehr aber noch die Notebookverkäufe der Konkurrenz. Umgekehrt hat diese bereits größere Tablets im Angebot, gerne auch als Hybridgeräte, die sich als Tablet und Notebook gleichermaßen nutzen lassen. Apple-Boss Tim Cook betonte schon 2013: „Wenn wir nicht kannibalisieren, tut es ein anderer“. Gerade in Unternehmen könnte der Wunsch nach einem größeren Display, mehr Speicherplatz und höherer Leistungsfähigkeit einem iPad Pro Marktchancen eröffnen. Aufgrund des größeren Platzangebotes im Inneren könnte auch ein leistungsfähigerer Akku den Energiehunger von schnelleren Prozessoren besser stillen.

Welche Hardware das iPad Pro mitbringen soll

Stylus : Das zukünftige iPad Pro soll angeblich zusammen mit einem Stylus kommen. Dies schließen diverse Kommentatoren aus einer Tatsache, dass Apple ein Patent auf die neue Eingabeweise registriert hat. Im Unterschied zu den herkömmlichen Eingabestiften sollte der Apple-Stylus über eine deutlich dünnere Spitze verfügen. Der Rückschluss auf iPad Pro ist hier jedoch etwas verfrüht, denn Apple könnte diese Art von Zubehör auch mit den herkömmlichen Modellen des iPad verkaufen oder - wie bei vielen Apple-Patenten üblich - gar nicht erst ein Produkt entstehen lassen.

NFC : Die neue Nahfeld-Verbindungstechnologie hat Apple zum ersten Mal im iPhone 6 bzw. iPhone 6 Plus vorgestellt. Momentan wird sie als Grundlage für das Bezahlsystem Apple Pay benutzt. Obwohl die Technologie auch einen Datentausch unterschiedlichster Dokumentarten erlaubt, schränkt Apple die Nutzung zu Gunsten von Bluetooth ein. Es ist aber schon allein aus Gründen der Handhabbarkeit schwierig vorzustellen, dass jemand an einer Kasse mit einem Gerät von 12-Zoll-Durchmesser bezahlen will. Es ist durchaus vorstellbar, dass Apple analog zu den letzten Modellen von iPad Air 2 und iPad Mini 3 Apple Pay basiert auf NFC nur in Apps erlaubt, nicht aber zur Bezahlung direkt an der Kasse freigibt.

Force Touch heißt die neue Technologie der Eingabe bei der Apple Watch und in den neuen Modellen des Macbook (Pro). In einer Kombination aus der aktuellen Software und der neuen Hardware - die Drucksensoren und zusätzliche elektromagnetische Komponenten unter dem Display, die das haptische Feedback an den Nutzer erzeugen - führt Apple eine neue Dimension in der Bedienoberfläche ein. Mehreren Berichten zu Folge kommt bereits das nächste iPhone mit Force Touch auf den Markt. Ob Force Touch auch im Herbst in den nächsten Modellen des iPad seinen Platz findet, ist eher ungewiss. Schließlich hat Apple fast zwei Jahre (von 2010 im iPhone 4 bis 2012 im iPad 3) gebraucht, um die Retina-Displays vom iPhone auf das iPad zu skalieren.

Smart Cover mit Tastatur: Im Business-Bereich ist eine Tastatur bzw. schnelles Tippen darauf fast unabdingbar, so wäre vorstellbar, dass Apple eigenes Zubehör dafür bringt. Die Voraussetzungen dafür hat Apple bereits mit dem neuen Macbook geschaffen - das neue Notebook von Apple hat einen anderen Typ der Tasten im Einsatz. Durch eine sogenannte Schmetterlingstechnologie ist der mechanische Teil der Tastatur deutlich dünner.

Software: Die Spekulationen zu dem iPad Pro werden nach der WWDC 2015 noch mehr befeuert. Die neuen iOS-9-Funktionen "Slide Over" und "Split View" sind vor allem für Power-Nutzung gedacht und so im Business-Bereich nicht verkehrt. Im Bereich der Apps funktioniert die Kooperation zwischen IBM und Apple bereits ziemlich gut: Im Industrie- und Gesundheitssektor haben die beiden Unternehmen rund zwei Dutzend Apps zusammen entwickelt, die sich an Bedürfnisse der Ärzte, Krankenpfleger, Schichtleitern etc. orientieren.

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