Von Redaktion Macwelt - 29.12.2012, 00:00

Apple verdoppelt seinen Gewinn in Q2 2012 nahezu

Starke Verkaufszahlen für iPhone und iPad haben Apples Bilanz für das zweite Quartal seines Geschäftsjahres 2011/2012 geprägt und den Gewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.
Von Januar bis März 2012 setzte Apple 39,2 Milliarden US-Dollar um und erzielte dabei einen Nettogewinn von 11,6 Milliarden US-Dollar, was gegenüber 2011 einen Zuwachs von 59 Prozent beim Umsatz und von 94 Prozent beim Gewinn bedeutet. Der Gewinn pro Aktie betrug 6,40 US-Dollar, im Vorjahr waren es noch 6,40 US-Dollar pro Aktie. Analysten hatten etwa 10.06 US-Dollar Gewinn pro Aktie prognostiziert.
Für iPhone, iPad und Mac hat Apple jeweils neue Rekorde für ein Märzquartal aufgestellt, auch die Retail Stores haben so viel eingenommen wie noch nie zuvor. Apples Finanzchef Peter Oppenheimer nennt daher den Berichtszeitraum "das faszinierendste März-Quartal, das Apple je hatte".
iPad-Umsatzzahlen
Das neue iPad hat Apple zwar erst gegen Ende des Quartals in den Handel gebracht und zugleich ein preisgünstiges Modell des iPad 2, das Tablet verkaufte sich jedoch weit besser als vor einem Jahr. Apple setzte 11,8 Millionen Geräte ab, 151 Prozent mehr als im Jahr 2011. Das iPad sorgte für einen Umsatz von 6,6 Milliarden US-Dollar, im Vorjahr waren es noch 2,8 Milliarden US-Dollar gewesen. Welcher Anteil davon auf das neue iPad entfiel, wollte Oppenheimer nicht verraten, er sagte lediglich, das iPad sei "unterwegs zu einem enormen Start", es ist mittlerweile in 40 Ländern erhältlich. Insbesondere im Bildungsbereich sei das iPad erfolgreich, in jenem Segment verkauft Apple doppelt so viele iPads wie Macs - wobei diese erneut eine Verkaufsrekord erzielten. Zudem öffne das iPad neue Türen und komme gut in Unternehmen an.
iPhone als größter Gewinnbringer
Nur knapp weniger iPhones als im Weihnachtsgeschäft verkauft Apple im Märzquartal, mit 35,1 Millionen Geräten 88 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit sei das iPhone weit stärker gewachsen als der gesamte Smartphone-Markt, der laut Apple um 42 Prozent im Vorjahresvergleich zugelegt hatte. Besonders in Asien legte das iPhone zu, insgesamt haben sich die Verkäufe dort mehr als verdoppelt. China sticht dabei mit einer fünfmal so hohen Verkaufszahl heraus, seit Januar ist dort das iPhone 4S erhältlich, auch beim landesweit größten Provider China Telecom. Insgesamt ist das iPhone 4S in 100 Ländern bei 230 Providern erhältlich.
iPhone und iPad zusammen spülten mit 39,2 Milliarden US-Dollar rund zwei Drittel des Apple-Umsatzes in die Kassen, im zweiten Quartal hat Apple laut Oppenheimer insgesamt 50 Millionen iOS-Geräte verkauft, also auch rund vier Millionen iPod Touch. Kumuliert seit 2007 kommt Apple auf 365 Millionen iOS-Geräte.
Mac und Macbook
Während der Mac in Apples Bilanz relativ bescheiden da steht, erreichten die absoluten Verkäufe und Umsätze für ein März-Quartal neue Rekorde. Die vier Millionen verkauten Geräte bedeuten einen Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieben aber deutlich hinter den 5,2 Millionen Macs aus dem Weihnachtsgeschäft zurück. Der gesamte PC-Markt war jedoch nur um zwei Prozent gewachsen, seit nunmehr sechs Jahren wächst Apple stärker als der Gesamtmarkt. Mobilrechner bleiben der wichtigste Umsatzbringer, Apple verkaufte 2,818 Millionen Macbooks (Pro und Air) und nur 1,199 Millionen Desktops. Den iMac hatte Apple jedoch seit gut einem har nicht mehr überholt, den Mac Mini nicht mehr seit Juli 2011, den Mac Pro schon seit gut zwei Jahren nicht mehr. Mit Intels neuer Prozessoren-Generation Ivy Bridge dürften aber nicht nur Updates für die Macbooks unmittelbar bevorstehen. Auch beim Mac zeigt der asiatisch-pazifische Raum mit 29 Prozent gegenüber Vorjahr die größten Zuwächse.
Eigene Läden hatte Apple zum Ende des Berichtszeitraums 363 in Betrieb, die jüngsten stehen in Houston und Amsterdam. Der in den Apple Stores generierte Umsatz von 4,4 Milliarden US-Dollar lag um 38 Prozent über dem des Vorjahres. Nur im Dezemberquartal 2011 konnte Apple mehr in seinen Stores erlösen.
Weiter rückläufig entwickeln sich die Verkaufszahlen für den iPod, iPhone und iPad kannibalisieren den Musikplayer anscheinend. Apple verkaufte mit 7,7 Millionen Geräten 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Apple zeigt sich dennoch zufrieden, hat der hochpreisige iPod Touch doch mehr als die Hälfte der Verkäufe ausgemacht. Der iPod bleibt zudem laut Apple Marktführer unter den MP3-Playern.
Die Barreserven Apples stiegen auf 110 Milliarden US-Dollar, für die angekündigten Dividenen und Aktienrückkäufe ist also mehr als genug Geld da. Ab Juli will Apple 2,65 US-Dollar pro Aktie an Dividende ausschütten.
iCloud zählt nun 125 Millionen Abonnenten, zum Jahresende 2011 waren es noch 85 Millionen.
Am Morgen mach der Bilanzveröffentlichung war die Apple-Aktie 604 US-Dollar wert.
Kartellklage gegen Apple und fünf Buchverlage
Das US-Justizministerium (Departement of Justice, DOJ) hat Klage gegen Apple und fünf Buchverlage wegen illegaler Preisabsprachen für E-Books eingereicht.
Neben Apple sitzen auf der Anklagebank die Verlage Hachette, Harper Collins, Macmillan, Penguin und Simon & Schuster. Die Firmen sollen sich verabredet haben, die Preise für elektronische Bücher zu steigern, um gegen Amazons Preispolitik, bei der jedes E-Book 9,99 US-Dollar kosten sollte, vorzugehen.
Die Klage wirft den Firmen vor, den Wettbewerb behindert und Kunden damit geschadet zu haben, erklärt Generalstaatsanwalt Eric Holder. In Folge dieser Konspiration hätten Kunden "Millionen von US-Dollar zuviel" für elektronische Bücher bezahlt. Hachette, Harper Collins sowie Simon & Schuster hätten dem DOJ bereits signalisiert, sich auf einen Vergleich einlassen zu wollen. Dabei würden die Verlage den Retailern - wie etwa Amazon - bei der Preisgestaltung freie hand lassen.
Anders als in Deutschland gibt es in den USA keine Preisbindung für Bücher. Der Vergleich würde zudem verbieten, dass Verlage in den nächsten fünf Jahren sich über ihre Preispolitik abstimmen. Das DOJ will zudem Preisabsprachen mit Apple aufdecken und diese verbieten. Als Beweis führen die Ankläger eine Schreiben des mittlerweile verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs an, der einem Verlagsmanager in einer E-Mail angeboten haben soll, mit Apple gemeinsam einen Preis zwischen 13 und 15 US-Dollar für populäre Bücher im digitalen Format zu erzielen.
Apple hat zu der Klage keinen Kommentar gegeben. Der Klage des DOJ schließen sich 16 US-Bundesstaaten an, auch die EU-Kommission untersucht seit Dezember den Fall.
Im November kann sich Apple schließlich mit der EU vergleichen, in den USA dauert der Prozess noch an.
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