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notMac: 10.000 US-Dollar für die .Mac-Alternative

05.10.2007 | 13:11 Uhr |

Der Sieger des notMac-Wettebewerbs steht fest: Ben Spink hat eine Lösung für den Mac entwickelt, die eine Reihe von Daten ohne kostenpflichtiges .Mac-Abonnement zwischen mehreren Macs abgleicht.

Ein Anwender hat mehrere Möglichkeiten, an seine Wunschsoftware zu kommen: Entweder er sucht sich ein passendes Programm aus und kauft es sich. Falls es noch nicht exisitiert, kann er es - die nötigen Kentnisse vorausgesetzt - aber auch selbst entwicklen, auch dafür gibt es Beispiele. Oder aber er setzt die Funktionen seiner Wunschsoftware fest und schreibt einen Wettbewerb aus: Der Entwickler, der mit einer Neuentwicklung als erster alle Kriterien erfüllt, gewinnt das Preisgeld. Letzteren Weg wählte Mac-User Kent: Er ärgerte sich über Apples .Mac-Abonnement, für das er in fünf Jahren 495 US-Dollar gezahlt hatte. Sein Einwand: Er wolle einen eigenen Server betreiben und die Dienste kostenlos nutzen, für die er bei Apple teures Geld bezahle. Der von Kent ins Leben gerufene notMac-Wettbewerb ist zu Ende gegangen. Nach einer öffentlichen Testphase von drei Wochen stellt der Initiator fest: "Mir ist jetzt klar, dass Ben Spink eine funktionierende Lösung für den notMac-Wettbewerb entwickelt hat und ich bin sehr froh, ihm das Preisgeld zu überreichen. Zwar haben wenige Leute noch immer kleinere Schwierigkeiten, die Lösung zum Laufen zu kriegen, bei den meisten Anwendern aber funktioniert sie anscheinend perfekt." Der Entwickler, der 10.000 US-Dollar einstreicht, wird den Quellcode seiner Software auf SourceForge.net veröffentlichen. 4.311 Dollar sind über Spenden einzelner Firmen und Anwender zusammengekommen, den Rest legt der Initiator des Wettbewerbs drauf. Was aber kann die neue notMac-Software, die inzwischen in Version 1.0.1 vorliegt? Das, was Kent verlangt hatte: Eine einfach zu installierende Applikation sollte alle Synchronisations-Dienste leisten, die .Mac bietet - allerdings ohne Anbindung an ein Web-Angebot. Wer zwei oder mehrere Macs besitzt und seine Adressen, Termine, Links sowie Dateien miteinander abgleichen möchte, kann das mit notMac bereits erledigen. Allerdings muss einer der Rechner als Server herhalten und während jedes Synchronisationsvorgangs online sein. Noch steht notMac erst am Anfang seiner Entwicklung, die Open Source-Gemeinde dürfte sich der Software schnell annehmen. Anscheinend ist die Lösung allerdings weniger als massentaugliech Alternative zu .Mac oder dem Macbay -Dienst unserer Schwesterfirma SysEleven zu sehen, sondern viemehr als kostenloses Pendant zu SyncTogether von Mark/Space (rund 50 Dollar): Sowohl .Mac als auch die deutsche Alternative bereiten die Daten vom Mac für die Nutzung im Internet auf und stellen sie dort gemeinsam mit Webseiten, Fotogalerien und Speicherplatz zur freien Verfügung bereit. Sie eignen sich auch für die breite Masse von Anwendern, die nur einen Mac besitzen oder nicht mit einem Server ständig online sind.

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